Am zweiten Tag der Möbelmesse zog es uns auf den Stand von Cor, dem Hersteller der Sofalandschaft „Lava“, die bereits mit dem Prädikat „Neuer Klassiker“ von SCHÖNER WOHNEN ausgezeichnet wurde.
Angesichts namhafter Designer, die in schöner Regelmäßigkeit für Cor produzieren, hatten wir mit vielem gerechnet – aber nicht mit einer bodennahen, an Orientfilme erinnernden Kissenlandschaft, die obendrein noch mit einem curryfarbenen Stoff und eingewebten Ornamenten bezogen war (das Foto oben zeigt die Leder-Variante). Orient? Curryfarben? Bestickte Kissen? Das hört sich im ersten Moment nicht nach hippem Design an. Ist es dann aber eindeutig doch: Das Stuttgarter Designbüro Jehs & Laub hat streng geometrische Formen mit orientalischen Ornamenten verknüpft. Herausgekommen ist „Jalis“ (arabisch „dschalis“), das neue Polstermöbelprogramm von Cor.
Spezielle Polsterungen sorgen dafür, dass man nicht in den Kissen versinkt, sondern sich entspannt setzen oder legen kann. „Jalis“ kommt mit Stoff oder Leder bezogen auf den Markt. Unser Favorit war der Bezugsstoff „Patio“ mit eingewebten Ornamenten, entwickelt von der Textilmanufaktur Rohi. Je nach Lichteinfall sehen die Muster aus wie feine Stickereien.
Wie schön, dass Cor an uns gedacht hat und die Pressemappe in einer kleinen Henkeltasche aus genau diesem Stoff verstaute. Dazu gab’s einen hübsch gestalteten Katalog mit einer niedlichen Bildergeschichte über Sofa-Ritzen von SCHÖNER WOHNEN-Kolumnistin Anne Zuber: „Unglaublich, was sich zwischen Sofakissen so alles befindet! Eine Ritzen-Recherche.“ Was Anne so alles gefunden hat, sehen Sie auf dem Foto unten rechts (zum Vergrößern aufs Foto klicken).
Übrigens: Orientalische Kerzenleuchter und Aladinlampen sahen wir später auch am Schönbuch-Stand. Sollte das ein neuer Trend werden…? Wir halten die Augen offen und Sie auf dem Laufenden!
Endlich war es so weit: Der erste Tag der imm cologne, der wichtigsten Einrichtungsmesse! Bei Nieselregen und drei Grad plus bin ich heute Morgen zusammen mit dem Team von schoener-wohnen.de in die Kölner Messehallen gerauscht. Von Anfang an war klar: Als erstes muss ich zum Ligne-Roset-Stand! Die bunten “Confluences”-Sofas von Pilippe Nigro hatten es mir im letzten Jahr besonders angetan. Entsprechend gespannt war ich auf die Neuheiten.
Und was soll ich sagen: Meine Erwartungen wurden übertroffen: Ganze 60 neue Produkte wurden uns vorgestellt. Ligne Roset hat es zu seinem 150-jährigen Firmenjubiläum also richtig krachen lassen. Zur Riege der Designer zählen so große Namen wie Peter Maly, Philippe Nigri oder Inga Sempé.
Absoluter Hingucker war das neue Sofa “Ruché” der Französin Inga Sempé: ein feines Massivholzgestell aus Buche natur (von Design-Kreisen wurde das Holz zuletzt eher verschmäht), bezogen mit einer dicken Steppdecke. Auch wenn es nicht so aussieht: Es sitzt sich darauf extrem weich und kuschelig. Ein bisschen, wie auf einer dick gesteppten Tagesdecke. Passenderweise bedeutet “Ruché” übersetzt auch Rüsche, geraffter Stoff. Und die Farben sind… ungewöhnlich, ein bisschen retro, schön: Der wahlweise Zwei- oder Dreisitzer ist mit Bezügen in zartem Blassblau, einem Pistazie-Ton oder in einem senfartigen Gelb zu haben. Auch praktisch: Als Méridienne mit integrierter Seitenablage macht das Möbel den Beistelltisch überflüssig.
Und sonst? Die Beschreibung der anderen 59 Neuheiten will ich Ihnen ersparen, einige Highlights müssen Sie aber gesehen haben – hier sind die Fotos.
Haben Sie am Wochenende schon was vor? Hier kommt ein Tipp für einen wirklich stimmungsvollen Einkaufsbummel. Stephanie von Pfuel veranstaltet auf dem Gelände von Schloss Tüßling wieder an allen Adventswochenenden ihren Weihnachtsmarkt. Ich habe es letztes Jahr selbst erlebt: Man fühlt sich dort wie im Märchenland, spaziert mit Blick auf die Zwiebeltürme des weißen Schlosses zwischen den Holzbuden hindurch, es duftet nach Maroni, Lebkuchen und gebrannten Mandeln.
Mehr als 90 Kunsthandwerker stellen aus, und für die Kinder gibt es Märchenerzähler und Puppenspieler. Tüßling liegt in Oberbayern bei Altötting, etwa 90 Kilometer östlich von München.
Was macht das Ikea-Männchen im Museum? Wer hätte das gedacht: Ikea-Möbel sind neuerdings museumsreif und mit ihnen das kleine Männchen, bestens bekannt von den Ikea-Aufbauanleitungen. Lesen Sie mehr
Eigentlich hat man das Gefühl, es war schon immer da. Dabei zeigt das Vitra Design Museum in Weil am Rhein erst seit 20 Jahren Ikonen des modernen Möbeldesigns, ergänzt seine einzigartige Sammlung und schickt spektakuläre Ausstellungen rund um die Welt. Ein Konzept, mit dem es selbst zur Ikone wurde. Das Vitra Design Museum gehört zur internationalen Designszene wie der “Lounge Chair” von Eames in die gute Stube jedes Stilexperten. Doch Vitra Chef Rolf Fehlbaum schenkte uns mit der Eröffnung im November 1989 nicht nur den Blick auf jede Menge schöne Stühle, sondern auch den ersten Bau des kalifornischen Architekten Frank O. Gehry in Deutschland. Wir sind alle in den tiefsten Süden Deutschland gepilgert, um dieses schräge Bauwerk zu sehen. Ein Museumsbau, der selber Kunstwerk ist, auch das war neu und mutig. Alle, die es in den letzten 20 Jahren nicht geschafft haben, vorbeizuschauen, lädt das Museum zum Tag der offenen Tür ein. Am 8. November wird gefeiert, mit Führungen und einem Kinderprogramm von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist an diesem Tag frei. Also, ab in den Süden! Es lohnt sich.
Vitra Design Museum
Charles-Eames-Straße 1
79576 Weil am Rhein
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