Dreihundert Jahre Porzellan. Zum Geburtstag des weißen Goldes gab es eine Menge Rückblicke, wurden üppig verzierte Schüsseln und jede Menge kitschige Figuren präsentiert. Es geht auch anders. In Erfurt zeigt die Ausstellung “Neuer Glanz in alten Formen” bis zum 25. April 2011, dass traditionelles Handwerk hipp sein kann. Gerd Sommerlade sei Dank. Niemand kennt sich besser aus mit dem zerbrechlichen Porzellan als der Hamburger. Und niemand setzt es besser in Szene als der Kreative, der übrigens für SCHÖNER WOHNEN schon viele Tische gedeckt hat. Mittlerweile ist der Kenner auch der kreative Kopf von Reichenbach. Der Hamburger hat das ostdeutsche Unternehmen wach geküsst und wahre Schätze aus dem Archiv ausgegraben. Die kann man nun im Museum für Thüringer Volkskunde bestaunen, neben den außergewöhnlichen Geschirrentwürfen der Designikone Paola Navone und der ungewöhnlichen Friedensarmee von Gerd Sommerlade, die “Peace” verkündet. Vorbeischauen lohnt sich!
www.porzellanmanufaktur.net
Tags: Museum, Porzellan, Termine
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Als (gelernter) Hamburger bin ich von der Überzeugung durchdrungen, in der schönsten Stadt Deutschlands zu leben. Und Rang zwei? Die Silbermedaille gebührt meiner Ansicht nach der östlichsten Stadt des Landes: Görlitz.
Wer sich von der Richtigkeit meiner These überzeugen möchte, hat dazu kostenlos Gelegenheit: Unter dem Motto „Schau doch mal rein! Probewohnen in Görlitz“ können Interessenten eine Woche lang in einer von IKEA eingerichteten Drei-Zimmer-Altbauwohnung im Görlitzer Gründerzeitviertel wohnen (und auf Wunsch zwei eigene Möbelstücke mitbringen). Sie müssen sich lediglich ein paar wissenschaftlich motivierte Fragen gefallen lassen, denn es handelt sich um ein staatlich gefördertes, von der Technischen Universität Dresden begleitetes Projekt des sogenannten Revitalisierenden Städtebaus. Das Modellvorhaben, gestartet im Herbst 2008, wird wegen des großen Erfolges bis Sommer 2010 fortgesetzt.
www.probewohnen-goerlitz.de
Lesetipp:
www.monumenteonline.de/
Tags: Ikea, Termine, Wohnen
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Ich muss Ihnen sicher nicht Vico von Bülow und erst recht nicht die von ihm erfundene und von ihm selbst dargestellte Kunstfigur Loriot vorstellen, seine legendären Sketche werden oft in den öffentlich-rechtlichen Programmen wiederholt. Wer sie dort verpasst, findet sie auf der Videoplattform you tube, die Hardcore-Fans feinsinnigen Humors und ausgefeilter Dialoge besitzen eh komplette DVD-Sammlungen. Wozu dann eine Ausstellung, noch dazu im musealen Rahmen? Hier haben Sie die einmalige Möglichkeit, beiden, Herrn von Bülow und Loriot, viel näher zu kommen, als es via Bildschirm möglich ist. In einer Mischung aus Multimediaereignis und Requisitenschau präsentiert das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe (Steintorplatz 1, direkt am Hauptbahnhof) bis zum 23. August 2009 die Welt des großen Humoristen. Gleich am Eingang zur Ausstellung erwartet den Besucher übrigens einer der heimlichen „Stars“ der Loriotschen Welt, das bekannte Biedermeier-Sofa, Austragungsort launiger Ansprachen ans Fernsehvolk.
www.mkg-hamburg.de
Tags: Museum, Termine, Tipps
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Schon komisch – Ikea und Museum würde ich nicht sofort in Zusammenhang bringen. Vielleicht im MoMa in New York. Aber bei uns? Und doch – es funktioniert bestens, zu sehen in der Pinakothek der Moderne in München unter dem Namen “Democratic Design”. Professor Hufnagl, Sammlungsdirektor des Museums, hat eine bunte Mischung aus Alt und Neu, Ikea-Design und Klassikern, unter anderem der Vereinigten Werkstätten, von Josef Hoffmann und Antonio Citterio zusammengestellt. Er hat längst vergriffene und gerade erst produzierte Ikea-Produkte zum Teil auf den eigenen Verpackungen inszeniert oder in zwei offene, rotierende Paternoster platziert. Das einzige, was für die meisten Besucher sehr ungewohnt sein dürfte: Das Anfassen und Ausprobieren der Möbel ist strengstens verboten. Na, ob das wohl klappt?
Austellung bis zum 12.7.2009
www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne
Tags: Design, Möbel, Museum, Termine, Unterwegs
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Joe Colombo – der Name sagt Ihnen nichts? Kann sein, aber irgendwie kennen Sie ihn trotzdem: in Gestalt markanter Werke, die ihrem Schöpfer die Show stehlen. Darunter finden sich dingliche Charaktere, die im Almanach der industriellen Formgestaltung ihren festen Platz haben. Zum Beispiel der „Tube Chair“, ein für die italienische Marke Flexform entworfener (Liege-)Sessel, halb Möbelstück, halb Skulptur, Jahrgang 1969/70. Das Objekt ist aus vier Röhrenabschnitten gleicher Länge, aber verschiedener Durchmesser komponiert, wobei nach Demontage die drei kleineren Komponenten platzsparend ins größte Element eintauchen können. Oder zum Beispiel „Acrilica“, eine von O-Luce produzierte Tischleuchte, die ihrem geistigen Vater zu Ehren auch den Namen „Colombo 281“ trägt und die souveräne Beherrschung der lichtleitenden Eigenschaften von Acryl vor Augen führt, eines zur Entstehungszeit (1962) ziemlich neuartigen Materials.
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Tags: Design, Möbel, Museum, Termine, Tour, Unterwegs
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Das kannte ich bisher nur von Modefirmen: Dass man nämlich beim Einkauf ab Werk viel Geld sparen kann. Factory Outlet gibt’s aber auch bei Möbelmachern, zum Beispiel bei Thonet. Das ist die Firma, die den berühmten Kaffeehausstuhl “214″ herstellt. Der ist sozusagen der Klassiker des Industriedesigns, seit 150 Jahren auf dem Markt und der meistgebaute Stuhl der Welt. Ihn und viele andere Möbel kann man direkt bei Thonet in Frankenberg/Nordhessen kaufen. Je nach Angebot gibt es 25 bis 30 Prozent Rabatt. Termine und Infos unter www.thonet.de/de/factory_outlet
Tags: Shoppingtipps, Termine
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Das Bauhaus wird 90. Von seiner Inspirationskraft hat es aber bis heute nichts verloren. Das beweist die Ausstellung “Bauhaus zwanzig-21″, die noch bis zum 26. April 2009 im Architekturmuseum in Frankfurt am Main zu sehen ist. Der New Yorker Fotograf Gordon Watkinson hat zwölf wichtige Werke der Bauhaus-Architektur und zwölf aktuelle Bauprojekte namhafter zeitgenössischer Architekten fotografisch in Szene gesetzt. Die Fotografien werden durch eine begehbare Rauminstallation mit Re-Editionen von Bauhaus-Möbeln ergänzt. Wer es nicht schafft, nach Frankfurt zu kommen, kann die Fotos ab dem 7. Mai in Krakau besuchen. Von Polen wird die Ausstellung, die unter der Schirmherrschaft der UNESCO steht, für drei Jahre rund um den Globus reisen.
Tags: Ausstellung, Fotografie, Termine, Tipps, Tour, Unterwegs
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Das Bauhaus ist 90. So weit, so geläufig. Nur kurz: Die mit ihren Ideen und Visionen bis heute wirksame Schule für Kunst, Formgestaltung und Architektur wurde am 1. April 1919 in Weimar gegründet und bestand an ihrem Entstehungsort bis 1925. Dann zogen Meister und Schüler nach Dessau um, wo 1926 das von Walter Gropius geschaffene Bauhausgebäude – heute Herzstück der UNESCO-Welterbestätte – seine Pforten öffnete. Nach einem 1932 erzwungenen nochmaligen Umzug war der Institution keine Zukunft mehr vergönnt:
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Tags: Architektur, Bauhaus, Design, Interior, Kunst, Museum, Termine
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