SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Einträge getagged ‘Technik’ (8)

Mein Kühlschrank kann alles!

Samsung Zipel WiFi RefrigeratorKennen Sie das? Immer wenn einem langweilig ist, steht man plötzlich vor dem Kühlschrank.
Tür auf. Tür zu.
Man hat eigentlich gar keinen Hunger, aber vielleicht hat man etwas Appetit?
Tür auf. Tür zu.
“Na gut. Nur ein kleiner Snack” – und wieder geht die Tür auf…

In Korea hat Samsung nun einen Kühlschrank auf den Markt gebracht, vor dem Sie vermutlich noch öfter stehen werden. Denn dieses Kühlgerät kann direkt etwas gegen Ihre Langeweile tun, ohne Sie zum Essen zu verführen.

Der Kühlschrank hat nämlich nicht nur ein Display auf der Front, sondern gleich einen ganzen Touchscreen. Und der kann WiFi, ihren Google-Kalender lesen, Diashows zeigen und obendrein noch Ihre komplette Musik- und Videobibliothek via DLNA streamen. Funky! Ein echter Cool-Schrank. Die nächste Party ist gerettet, denn die spielt sich ja bekannterweise in der Küche ab.

Gesehen auf: engadget.com

Augenrollen für mehr Hörgenuss?

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Japans größter Mobile-Anbieter und Entwickler für mobile Technologien, NTT Docomo, hat jetzt einen neuen Kopfhörer vorgestellt, mit dessen Hilfe Sie über die Augenbewegungen Ihren MP3-Player fernsteuern können.

Was Sie vielleicht nicht wissen: Ihre Augen senden elektrische Impulse aus. Durch die Bewegung des Augapfels verändert sich die Spannung im Auge. Das kann man messen und dazu nutzen, ein portables Audiogerät zu kontrollieren.

Damit man nun nicht ständig ein Lied überspringt, wenn man mal zufällig nach rechts schaut, muss man sich an einen festgelegten Code halten und komplexe Augenbewegungen ausführen, um einen Effekt zu erreichen. Schauen Sie zum Beispiel erst nach links und dann schnell wieder nach rechts, können Sie das laufende Lied pausieren. Möchten Sie einen Song weiter springen, müssen Sie zweimal schnell hintereinander nach links schauen. Um die Lautstärke zu verändern, rollen Sie die Augen entweder mit dem Uhrzeigersinn oder entgegengesetzt.

So interessant die Theorie auch ist, in der Praxis ist diese Art der Steuerung eher gewöhnungsbedürftig. Stellen wir uns doch nur einmal vor, welches Bild uns erwartet, wenn wir morgens in der U-Bahn zur Arbeit fahren und überall Leute hektisch hin und her blicken. Aber ein Gutes hat das Ganze dann doch: Sie können mit der Steuerung nämlich auch Ihre Telefonanrufe entgegen nehmen und niemand wird es Ihnen vorwerfen, wenn Sie mit den Augen rollen, sobald Sie einen unerwarteten Anruf von Ihrer Schwiegermutter bekommen.

Gesehen auf: Gadget Lab

Was Apples iPad mit dem Wohnen zu tun hat

"iPad" von AppleErinnern Sie sich noch an die aus heutiger Sicht etwas albernen Wohnszenarios von der Jahrhundertwende, in denen der Kühlschrank seine Milch selbst nachbestellt? Ich habe selbst einige davon geschrieben, euphorisiert von den damaligen Siemens-Bosch-Electrolux-Modellversuchen. Wie peinlich, als dann buchstäblich nichts davon auf den Markt kam. Wir waren Technikerphantasien aufgesessen. Jahrelang tobte hinter den Kulissen ein gigantischer Kampf, wer denn im Haus der Zukunft alles koordinieren solle: Das Telefon? Der Stromverteiler? Das Fernsehen? Gewonnen hat der Computer, aber nicht das siegessichere 98%-Marktanteil-Windows-Instabus-Technopol, sondern die beinahe kindlich-spielerische Welt von Apple…

Im Moment diskutieren noch alle, ob dieser kleine, smarte neue Tablett-Computer namens iPad das Buch, die Zeitschrift, den Laptop ablösen kann. Aus meiner Sicht ist etwas anderes noch viel tiefgehender. Das dünne Ding mit den zwei genialen Ideen (intuitive Streichelbedienung und kleine, ebenso intuitive Programme, so genannte Apps) wird wohl zur Fernbedienung für alles. Und das heißt: auch fürs ganze Haus. Wir werden damit von der Couch die Waschmaschine im Blick behalten können, Leselicht und Raumklima dirigieren, sehen, wer an unserer Tür klingelt oder uns schon mal ein Bad einlassen. Auch die Rezeptsuche und die entsprechende Steuerung des Herdes werden zu Fingerbewegungen verschmelzen.

Klingt alles wie damals? Ja und nein. Ich glaube: Jetzt haben diese Phantasien wirklich eine realistische Chance. Das ist die eigentliche Revolution: Die Apple-Leute haben uns ein Bild von der Zukunftswelt entworfen. Was ganz nebenbei ein Triumph des bislang immer gern auch ein wenig als modisch-oberflächlich geltenden Gewerkes „Design“ bedeutet. Sie wird auch viele Nachteile haben, diese schöne digitale Wunderwelt – aber das Bild, mit schlichten Fingerbewegungen intuitiv Dinge und Themen im Griff zu haben, dieses Bild wird man nicht mehr vergessen…

Und das wird schnell Folgen haben. Mein Prognose ist: Spätestens in einem Jahr können wir uns vor Heizungs-, Strom-, Licht-, Wasch- und Koch-Apps nicht mehr retten. Und wahrscheinlich kriegen wir den iPad (oder mit Pech: eine Windows-Kopie) sogar als Zugabe vom Stromanbieter, als Belohnung für den Tarifwechsel… Ich halte schon mal meine Finger locker.

www.apple.de

imm cologne: Schöne Musikanlagen für iPod, iPhone & Co

Bin ich froh, dass wir heute nicht mehr 1985 haben. Damals war ein großes Musikrack mit etlichen HiFi-Bausteinen und raumgroßen Boxentürmen das Nonplusultra für gepflegten Musikgenuss im Wohnzimmer. Die Geräte standen im Vordergrund, der Musikgenuss war dazu da, um den Besuchern zu zeigen, welche raffinierten Technikspielereien man besitzt.

Heute sind die Zeiten glücklicherweise vorbei. Technik ordnet sich jetzt dem Wohnkomfort unter und versteckt sich geschickt, wie man auf der imm cologne derzeit sehen kann. In den Farben Weiß, Grau, Grün oder Schwarz wirken die beiden Flachlautsprecher mit integrierter Minianlage des französischen Herstellers Parrot eher wie Skulpturen als herkömmliche Boxen fürs Wohnzimmer. In der sich nach oben verjüngenden Basis befindet sich ein ordentlicher Basstöner, oben sitzen flache Membranen, die die Höhen und Mitten erzeugen – und sie 360 Grad um die Lautsprecher herum abstrahlen.

Kabel: Fehlanzeige. Alles wird über Bluetooth oder WLAN vom Rechner oder Mediacenter übertragen. Und für iPod oder iPhone gibt es eine Dockingstation auf der Oberseite. Entworfen hat diese wohnliche Musikanlage kein geringerer als Design-Großmeister Philippe Starck.

Noch einen Schritt weiter hat sich der Musikmöbelhersteller Finite Elemente vorgewagt. Bei dem Soundboard „Hohrizontal 51“ ist alles für den Musikgenuss in ein nur 5,1 Zentimeter hohes Regalboard integriert. Zwei Lautsprecher mit je 25 Watt Ausgangsleistung sitzen dezent an der Vorderseite, wo sich auch ein Infrarot-Auge für die Fernbedienung befindet. Auf der Oberseite gibt’s auch hier wieder eine Dockingstation für iPod & Co. Weitere Anschlussmöglichkeiten befinden sich im Korpus.

Trotz Messelärm überzeugten diese tönenden Regalböden mit ausgewogenem Klang. Zwischen herkömmliche Regalböden angebracht, lässt sich alles musikalische Equipment in einer Bibliothekswand verstecken oder dient in sechs Lackvarianten oder mit Walnuss-Furnier als schöne Stellfläche für Accessoires und Bilderrahmen. Schön, dass wir 2010 haben!

Ein großer Kamera-Zwerg: Flip

Flip-Video-Kamera in HD-QualitätIch liebe Technikspielzeug! Was mich seit einigen Wochen begeistert, ist die Flip-Video-Kamera in HD-Qualität. Flip hört sich für deutsche User zwar zunächst nach Biene Majas Grashüpfer-Freund an – in Wirklichkeit ist es eine Marke des Netzwerk-Unternehmens Cisco. Und was die machen, erstaunt und ist so fern von üblichen Kameras.

Gerade mal zigarettenpackungsgroß liegt die schwarz-silberne Kamera “HD Ultra” in meiner Hand. Vorne befindet sich ein kleines Bullauge, hinten hat sie ein kleines Display und gerade mal vier (!) Knöpfe darunter. Der eine davon ist feuerrot, was ihn eindeutig als Aufnahmebutton ausmacht. Und so einfach wie das Design ist auch der Umgang. Einschalten, Objekt auswählen und auf Aufnahme drücken. Den Rest macht die Kamera selbst. Egal, ob italienisches Restaurant mit Kerzenschein, strahlendes Sonnenlicht oder Mischlicht im Büro mit Neonröhren – die Kamera stellt sich ultraschnell ein.

Das Tolle für uns als Redakteure ist aber die Größe. Denn dank der kompakten Maße kann sie zu vielen Geschäftsterminen ganz einfach mitgenommen werden. Schwere Koffer für Kamera, Ton-Equipment und Licht sind passé. Und auch das lästige Kabelsuchen gehört der Vergangenheit an: Video-Übertragung und Aufladen des internen Akkus erfolgen über den integrierten USB-Stecker.

Doch Schluss mit der Beschreibung. Bewegte Bilder sagen mehr als 1.000 Worte. Schauen Sie sich lieber den Film von der diesjährigen Verleihung des White-Star-Leserawards an. Er wurde ganz spontan mit der Flip-Kamera aufgenommen.

White-Star-Award

Mit HighTech zur Poesie: Video von Front

Leuchtenfüsse MooiEiner der aufwändigsten Beiträge im neuen Oktober-Heft von SCHÖNER WOHNEN (Fotostrecke dazu auf schoener-wohnen.de) zeigt die Renaissance romantischer, poetischer, verspielter Formen im Design. Lange waren sie ja tabu, der alles bestimmenden Funktionalität zuliebe. Eine These, die wir im Heft aufstellen, geht so: Erst allerneuste Technik erlöste die Designer von dem selbstgewählten Bannfluch, der ihnen alles Dekorative verbot.

Dazu gibt es ein spektakuläres Beweis-Video im internet. Die schwedische Designgruppe Front (die für Moooi genauso wie für Ikea märchenhafte Leuchtenfüße entwarf) demonstriert, wie aus purer Bewegung eine Form entstehen kann, möglich gemacht durch eine Verbindung zweier Techniken. Eine kommt aus dem Trickfilmbereich und importiert  Bewegungen in die Abstraktion eines Computerprogramms – die dann über einen so genannten 3D-Printer in Kunststoff wiederum modelliert wird. Sehr faszinierend, man schaut in ein Stück Zukunft. Und die ist auch technisch gerne wieder verspielt.

Fernsehen über Telefon? Ein Selbstversuch mit „T-Home-Entertain“

„T-Home-Entertain“Jetzt weiß ich, was Einstein mit „relativ“ meinte. Meine Vertragsänderung bei der Telekom dauerte Monate und ich habe mit mehr als zwanzig verschiedenen Hotline-Stimmen telefoniert. Einzelheiten erspar’ ich Ihnen, das kennt jeder und man nennt es relativ lange, langsam und langweilig. Dann die Überraschung: Das, was das neue System soll, baut sich in wenigen Minuten auf: Hunderte Fernsehprogramme kommen – ohne Antenne, ohne Kabelanschluss, ohne Satellitenschüssel – auf den Bildschirm. Das nenne ich relativ schnell. Alles durch die Telefonleitung, ein zusätzliches Gerät bucht sich dazu in das hauseigene Funknetz ein, das schon das drahtlose Internet ermöglichte. Keine Smart-Card, keine Konfiguration, kein Kennwort – das Gerät ist sozusagen selbst die Kennung, die Weitergabe an den Fernseher läuft über ein digitales („HDMI“-)Kabel.

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Und täglich grüßt die Lüsterklemme

LüsterklemmeIch habe ein Problem; Seit über einem Jahr bin ich auf der Suche nach einer Lampe, die unseren Esstisch erleuchten soll. Obwohl ich hier sozusagen direkt an der Informationsquelle sitze (unser Archiv, in dem sich unzählige Prospekte über die neuesten Möbel- und Leuchten befinden, ist direkt neben meinem Büro), bin ich bis jetzt nicht fündig geworden. Mein Problem ist nicht der Leuchtenkörper, was das angeht bleiben ja wirklich keine Wünsche offen, sondern mein Problem ist der Kabelanschluss. Der kommt nämlich bei weitem nicht dort aus der Decke, wo er sollte. Würde ich die Lüsterklemme in ihrer jetzigen Position durch eine Leuchte ersetzen, hinge sie an der äußeren Ecke des langen Tisches. Das ist erstens nicht sehr zweckdienlich und sieht zweitens ziemlich doof aus. Hier sollten sich die Hersteller mal was einfallen lassen. Denn eigentlich habe ich keine Lust schon wieder eine Affenschaukel zu kreieren. Die sieht nämlich auch meistens ziemlich doof aus.