SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Einträge getagged ‘Reisetipps’ (8)

Helsinki ist World Design Capital 2012

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Wir tanzen nicht in den Mai – in diesem Jahr tanzen wir in den Januar. Denn dann startet das Jahr, in dem Helsinki die Welthauptstadt des Designs ist.

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Mahagoni bis bürgerlich: das Hofmobiliendepot – Möbel Museum Wien

"Sitzmaschine" Josef HoffmannWien ist dem überzuckerten Lipizzaner-Fiaker-Walzertakt-Stereotyp immer um ein paar attraktive Facetten voraus. Während meiner neuerlichen Entdeckungstour besuchte ich (Ehrensache für einen SCHÖNER WOHNEN Redakteur!) das „Hofmobiliendepot – Möbel Museum Wien“, gelegen in einer Seitengasse der geschäftigen Mariahilfer Straße. Während der seligen Zeiten der Habsburgermonarchie verstand man unter Mobilien sowohl Möbel im geläufigen Sinne als auch mobile Ensembles jedweder Größenordnung: Es war üblich, sogar notwendig, das Innere der Sommerresidenzen zum Saisonstart jeweils aufs Neue zu bestücken, denn für eine ganzjährige – demnach im Winter ungenutzte – Möblierung gab es nicht genügend Inventar. Exzeptionelle Anlässe, zum Beispiel Krönungszeremonien, konnten karawanengleiche Umzugsmanöver in europaweiter Dimension auslösen. Start und Ziel: das Hofmobiliendepot zu Wien. Lesen Sie mehr

Luxus in Lappland: das “Levi Spirit”-Resort

www.levispirit.fiAuch wenn ich noch so angestrengt lausche, ich höre nichts. Nicht ein einziges Auto, noch nicht einmal das Rauschen von Blättern stört die Ruhe in meiner Hütte mitten im lichten Nadelwald hoch oben im finnischen Lappland. Ich verstehe ganz schnell, hier ist die Ruhe zu Hause. Lesen Sie mehr

Mit Kindern ins Museum “Louisiana”

VorleseraumIch war mal wieder im “Louisiana”, meinem Lieblingsmuseum in Humlebaek bei Kopenhagen. Natürlich gibt es da hochkarätige zeitgenössische Kunst und immer interessante Sonderausstellungen, aber der eigentliche Charme des Museums liegt in seiner exorbitanten Lage hoch über dem Øresund. Bei gutem Wetter kann ich mir keinen schöneren Flecken auf der Welt vorstellen, denn die verschiedenen Gebäude liegen in einem weitläufigen Park. Die Besucher sitzen auf breiten Treppen mit Blick aufs Wasser, Kinder streicheln die rundlichen Plastiken von Henry Moore oder krabbeln unter der Eisenskulptur von Alexander Calder hindurch. Es gibt ein Restaurant, einen Museumsshop und sogar einen Badestrand. Ich kann hier einen ganzen Ferientag verbringen, ohne mich zu langweilen.

Sensationell ist ein eigener Trakt nur für Kinder, der sich von der Museumsebene bis zu einem Teich mit Spielplatz über drei Etagen runterschraubt: mit Malschule, Computerterminals und Werkstatt. Dort habe ich einen kreisrunden Vorleseraum entdeckt. In der roten Rotunde kommt das Licht von oben, so dass die Kinder ganz konzentriert zuhören, und das Ganze ist möbliert mit dänischen Designikonen von Arne Jacobsen: den Stühlen “3107″ im Miniaturformat und dem berühmten “Egg Chair”. Kunst- und Geschmackserziehung gehen hier Hand in Hand.

www.louisiana.dk

Basel: Mit der Tram zu Giacometti

Mit der Tram zu GiacomettiTaxifahren ist zwar unkompliziert, aber irgendwie auch langweilig. Zur Fondation Beyeler in Basel fahren sowieso alle mit der Tram. Feine Pinkel und Studenten, Hausfrauen und Schüler. Alle sitzen gemeinsam in der Linie 6. Der Hinweis des BVBären, des Maskottchens der Baseler Verkehrsbetriebe, wird von vielen beherzigt und ältere Damen geben aufs Freundlichste Auskunft zur exakten Bezeichnung der Haltestellen. Nach einer Stadtrundfahrt mit zahlreichen Zwischenstops steigt man in Riehen an der Haltestelle „Fondation Beyeler“ aus – und steht im Grünen. Nebenan tuckert ein Trecker über die Wiese, Obstbäume tragen die ersten Kirschen, Frösche quaken im museumseigenen Teich. In dem 127 Meter langen modernen Bau von Renzo Piano werden gerade Bilder und Skulpturen von Giacometti ausgestellt (bis 31.10.2009). Ich empfehle: hinfahren, ansehen! Aber Basel ist auch aus anderen Gründen eine Reise wert. Mehr dazu im nächsten Blog.

Kultur-Shopping

Deichtorhallen, HamburgWer in Hamburg lebt, kennt sie, die Deichtorhallen. Ich gehe gerne dorthin, denn die Ausstellungen sind große Klasse. Im Moment werden zum Beispiel die Gemälde von Cecily Brown gezeigt, die mir gut gefallen (bis 30.8.2009). Aber auch die Buchhandlung im Haus der Photographie, gleich gegenüber, ist immer einen Besuch wert. Die neuesten Fotobände, internationale Hochglanzpresse, nettes Personal. Wer dort nichts passendes findet und Lust auf einen kleinen Sonntagseinkauf hat, sollte sich im Museumsshop (gegenüber!) umsehen. Dort gibt es eine sehr gute Auswahl an aktuellen Wohnaccessoires. Im „Fillet of Soul“ (Wo? Gegenüber!) schmecken die frisch gebackenen Waffeln oder Flammküch. Die Bedienung ist – Sie ahnen es – riesig nett.

www.deichtorhallen.de

Deichtorhallen
Deichtorstraße 1 – 2
20095 Hamburg

Geöffnet
von 11:00 – 18:00 Uhr
während der Ausstellungslaufzeiten Dienstags – Sonntags 
Karfreitag
Ostersonntag und –montag, Pfingstsonntag und –montag, Gründonnerstag
Himmelfahrt, 1. Mai, 3. Oktober, 1. und 2. Weihnachtsfeiertag
Neujahr 13.00 – 18.00 Uhr
Geschlossen:
 Montags
Heiligabend 
und Silvester

Zu Besuch auf Schloss Tüssling

Stephanie von Pfuel mit ihren sechs KindernIn Oberbayern bei Altötting, 90 Kilometer östlich von München, liegt das Schloss Tüssling. Wir kommen vom Münchner Flughafen, parken den Leihwagen auf dem Marktplatz des Ortes Tüssling und gehen von dort durch die Toreinfahrt. WOW! Ein weißes Schloss mit vier Zwiebeltürmen, großem Innenhof und freundlichen Stallungen in Schinkelgelb. Hier wohnt eine richtig nette Familie: Stephanie von Pfuel mit ihren sechs Kindern. Die Gräfin ist eine handfeste, super sympathische und tüchtige Schlossherrin, die mit jahrelangem Einsatz und viel Kreativität und Stilgefühl nicht nur die Gebäude renoviert hat, sondern auch alle Hebel in Bewegung setzt, um das Erbe ihrer Väter am Leben zu erhalten. Auf dem Gelände finden Events, Konzerte, Gartentage (3.-5. Juli 2009) und Weihnachtsmärkte statt, und man kann die Gesellschaftsräume plus Kapelle für Hochzeiten oder Veranstaltungen mieten.

Das können Sie sich in SCHÖNER WOHNEN schon einmal anschauen. Im Juni-Heft startet die neue Serie mit Stephanie von Pfuel. Sie gibt Einrichtungstipps, deckt Tische, führt durch ihr Schloss und stellt ihre Familie vor. Sie werden überrascht sein. Das Ganze kommt nicht etwa nur hochherrschaftlich daher, sondern ist richtig kreativ, zum Teil sogar improvisiert ausgestattet. Die Einrichtungsideen haben Witz und Charme, und es gibt viele Anregungen für ganz normale Wohnungen, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollten. Wir jedenfalls waren sehr beeindruckt.

www.schloss-tuessling.de

Dresden-Hellerau: zweite Reihe, erste Wahl

Gartenstadt Dresden-HellerauFrauenkirche, Zwinger, Semperoper, Grünes Gewölbe, Blaues Wunder, Weißer Hirsch – was illustre Attraktionen anbelangt, kann Dresden aus dem Vollen schöpfen. Wozu also noch ein Reise-Tipp? Um für einen Abstecher in die Gartenstadt Hellerau zu plädieren, die nördlich der Innenstadt (unweit des Flughafens) und nicht unmittelbar am Wege liegt. Es handelt sich um die erste Gartenstadt Deutschlands, ein in seiner Prägnanz bis heute imponierendes Zusammenspiel baulicher, künstlerischer und gesellschaftlicher Ambitionen. Vor genau hundert Jahren gab es den ersten Spatenstich.

Auf Initiative von Karl Schmidt, Möbelfabrikant und Gründer der Deutschen Werkstätten („Vater des Deutschen Werkbundes“), schufen einige der namhaftesten Architekten der Zeit – unter ihnen Richard Riemerschmid, Hermann Muthesius und Heinrich Tessenow – ein singuläres Ensemble aus Einzel- und Reihenwohnhäusern, Straßen, Plätzen, Sportanlagen, Grünflächen, Gewerbe- und Gemeinschaftsbauten, eine geglückte Synthese aus Urbanität und Dörflichkeit. Als topografisches und seit 2006 auch wieder als funktionales Gravitationszentrum fungiert das markante Festspielhaus von Heinrich Tessenow.

www.hellerau100.de
www.dwh.de