SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

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Finca zu gewinnen

flickr.com/pasotraspaso

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Für nur 99 Euro ein Haus am Mittelmeer erwerben! Klingt toll, ist es auch, wenn Sie der eine Glückliche von insgesamt 12.555 sind. So viele Lose werden nämlich derzeit für eine Finca mit Pool und Olivenbäumen auf der beliebten Ferieninsel Mallorca verteilt. Beziehungsweise sollen verteilt werden, momentan läuft noch die Vorreservierung – und das schon seit einigen Wochen. Und nur wenn alle Lose für je 99 Euro unter die Schar der Traumhaus-Interessierten gebracht worden sind, gibt es auch wirklich eine Ziehung.

Die findige Idee, um Ferienimmobilien loszuwerden, für die sonst keine regulären Käufer gefunden werden, ist gar nicht so neu. Domizile in Österreich und Kroatien fanden so schon neue Besitzer. Ob die dann auch glücklich geworden sind, weiß ich nicht. Die Verkäufer sind es bestimmt geworden. Denn 12.555 Lose mal 99 Euro macht die stolze Summe von insgesamt 1,2 Millionen Euro. Natürlich drängt sich da der Gedanke auf, dass sich einer angesichts der Ferienhausschwemme noch schnell seinen Besitz versilbern lassen will. Der Gedanke ist vielleicht gar nicht so falsch. Egal, ich hab mir trotzdem ein Los reserviert, das kostet erst einmal nichts. Und vielleicht reise ich schon nächsten Winter jeden Morgen von den Balearen aus zur Arbeit an. Denn gegen einen Sechser im Lotto machen sich die Chancen gar nicht so schlecht – eben 1 zu 12.555.

Aktuelle Verlosungen von Häusern auf Mallorca:

mallorca-fincaverlosung.com
www.hausverlosungmallorca.com

Faces in Places

Faces in PlacesVielleicht kennen Sie das auch: Hier mal ein staunendes Gesicht, da ein paar müde Augen und dann wieder ein gütiges Lächeln, das Ihnen den Tag versüßt? Doch Achtung, ich spreche nicht von den Gesichtsausdrücken der Menschen, die mir tagtäglich begegnen, sondern von Gegenständen! Denn immer wieder sehe ich Steckdosen, Badarmaturen oder gar ganze Häuser, die ein emotionales Zweitleben führen und das auch zeigen. Meine neueste Entdeckungen ist das Holzsteckspiel meines Sohns (siehe Bild unten). Hier grübele ich aber noch, was für ein Gefühl es ausdrückt. Ist es Verwunderung, Freude oder gar Orientierungslosigkeit? Ich weiß es leider nicht. Lesen Sie mehr

Leben hinterm Schaufenster

Niederland SchaufensterKäse, Tulpen, Grachten, Rembrandt, Holzschuhe, Deiche und Windmühlen – die Liste der Dinge, die wir für typisch niederländisch halten, ist überschaubar. Während eines längeren Aufenthalts in den Niederlanden ist mir etwas Neues aufgefallen: Unsere westlichen Nachbarn leben in der Auslage! Fast jedes Haus hat mindestens ein großes Fenster im Wohnzimmer, das auf die Straße hinausgeht. An sich eine schöne Sache, denn so kommt viel natürliches Licht ins Zimmer. Aber dass die Bewohner in den seltensten Fällen Vorhänge oder sonstigen Sichtschutz an den Fenstern anbringen, ist dann schon seltsam für eine Deutsche wie mich. Ich zumindest halte es dann doch lieber privat (oder gar geheim?), was über meine Mattscheibe flimmert oder wie ich abends in meinem ziemlich legeren Gemütlichkeitsdress genussvoll Tonnen Chips in mich hineinschaufle …

Na ja, aber die Gefahr besteht da drüben wohl nicht, denn Niederländer luschern ja angeblich nicht in die fremden Wohnzimmer hinein. Ich hingegen konnte der Versuchung häufiger nicht widerstehen: Man kann sich ja mal inspirieren lassen von anderen Interieurs, dachte ich mir, und entschuldigte so insgeheim meine schaulustige Neugierde.

Und siehe da, die Niederländer scheinen doch auch irgendwie mit der Inspektion durch fremde Augen zu rechnen. Nie habe ich ein unaufgeräumtes Wohnzimmer gesehen, es sah immer alles „netjes“ nach Bilderbuchwohnzimmer aus. Meine Schlussfolgerung: In meinem eigenen Haus sollen bitte auch große Fenster, die zum Reinschauen einladen, eingebaut werden. Dann lerne ich nämlich auch endlich mal, ordentlich zu sein. Denn blamieren mag ich mich ja nicht vor den Nachbarn!

Brautschau in Mailand

Brautschau in MailandWährend der Mailänder Messe gibt es nicht nur Möbel zu bestaunen. In der Zona Tortona suchte dieser Mann mitten im Getümmel mit Schild um den Hals eine Frau. Sein Motto: Model sucht Model. Was allerdings die Knoblauchzehe auf seinem Kopf dazu beitragen sollte, konnte er mir auch nicht schlüssig erklären.

Wohnen am Stadtpark-Weg?

Park Lane ProjektGucken Sie auch so gern Immobilienanzeigen? Manchmal habe ich allerdings angesichts der Makler-Lyrik deftige Orientierungsschwierigkeiten: “Osterbek Living” wirbt ein Schild in meiner Nachbarschaft für “Wohnen am Alsterfleet”. Mal abgesehen vom deutsch-englischen Geschwurbel handelt es sich bei unserem Industriekanal Osterbek eben nicht um Hamburgs Flüsschen namens Alster – mit samt ihren Top-Wohnlagen; aber offensichtlich verkauft sich sogar eine gedachte Alsterlage besser als die präzise “Location”. Apropos Anglizismen: Neben dem Stadtpark entsteht gerade das Wohnviertel “Park Lane”, dessen Titel vermutlich an Park Avenue gemahnen soll, mangels einer Avenue aber nur einen Weg vorzeigen kann (das Viertel wird dicht bebaut). Aber wie klänge das auch: Lesen Sie mehr

Nichts für Klaustrophobiker

Kapselhotel in TokioTokio-Yokohama in Japan ist die größte Metropolregion der Welt. Auf einer Fläche von 13.556 Quadratkilometern leben ca. 37,2 Millionen Menschen. Das sind 2.744 Einwohner pro Quadratkilometer. Bei einer so hohen Bevölkerungsdichte muss man besonders findig sein, um die wenigen Ressourcen und das geringe Platzangebot sinnvoll nutzen zu können.

In dieser buchstäblich aus allen Nähten platzenden Region haben japanische Hoteliers aus der Not eine Tugend gemacht und ein besonders günstiges Unterbringungskonzept entwickelt. Viel Komfort darf man allerdings nicht erwarten. Die Rede ist von Kapselhotels – eine in Europa noch relativ unbekannte Form der Unterkunft. Lesen Sie mehr