SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Einträge getagged ‘Kunst’ (8)

“Nokta .” von Onur Senturk

Okay, das folgende abstrakte Filmprojekt hat nicht wirklich etwas mit dem Thema Wohnen zu tun. Dafür ist es besonders schön. Und mit etwas Fantasie lassen sich plötzlich doch ein paar Möbelstücke entdecken. War das nicht eben gerade ein Sitzsack? Oder könnte das Gebilde dort nicht eine Leuchte von Aqua Creations sein?

Dieses Video ist grafisches Design par excellence.

Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich inspirieren.

Tiere in Acryl: Der kleine Zooladen

www.derzooladen.de

Sind Sie tierlieb? Thomas Tannenberg scheint es zu sein. Der Hamburger hat nämlich einen Zooladen eröffnet. Und zwar im Internet. Dort gibt es Katzen, Hunde, Fische, bunt, fröhlich, 5 bis 50 cm groß und bereits ab 15 Euro zu haben. Sie werden es ahnen. Wer ein Tierfreund ist, verkauft Vierbeiner nicht im Internet. Thomas Tannenbergs Lieblinge sind aus Holz und Acryl. Der Künstler will Kunst in Wohnungen bringen. Und zwar in alle, nicht nur in die, deren Nettoeinkommen über 3.000 Euro im Monat liegt. Deshalb sind seine Unikate klein, aber erschwinglich. Sie können also sammeln, so lange, bis Ihre Wände voll und der private Zoo perfekt ist.

www.derkleinezooladen.com

Zwischenstopp für Vögel: Die “Fake-Trees”

Fake TreesDass sich ein ökologisches Vorhaben wunderbar mit Kunst, Architektur und Landschaftsgestaltung verbinden lässt, zeigen uns die chilenischen Architekten Claudio Magrini und Emilio Marin mit ihrer Installation “Fake Trees”.

Das Projekt, das aus einem Architekturwettbewerb hervorging, soll das eher eintönige Landschaftsbild des Highways zwischen den Flüssen Aconcagua und Maipo-Mapocho verbessern. Gleichzeitig bietet es den vorbeiziehenden Vögeln, die diese Route ebenfalls nutzen, einen sicheren Rastplatz.

Fake TreesDie als ökologische Brücke dienende Installation ist in enger Zusammenarbeit mit einem anerkannten Ornithologen entstanden. Derzeit wird in der Praxis überprüft und analysiert, ob die Vögel ihren neuen Spielplatz annehmen.

Wir fragen uns allerdings schon ein wenig, warum man nicht einfach echte Bäume aufgestellt hat. Das würde doch viel eher den Bedürfnissen der geflügelten Bewohner entsprechen. Aber was tut man nicht alles für die Kunst?

Gesehen auf: treehugger.com

Standard Time – Die etwas andere Uhr

Standard Time

Eine wirklich interessante Art sich die Zeit anzeigen zu lassen, ist das Projekt des Künstlers Mark Formanek. 70 Arbeiter fertigen synchron zur Echtzeit aus Holzbrettern eine 4 x 12 Meter große digitale Zeitanzeige. Die Perfomance wurde in exakt 24 Stunden lückenlos auf Film festgehalten und zeigt dabei 1.611 Umbauten.

Standard Time ist auf DVD erhältlich und lässt sich mit der mitgelieferten Software auf fast jedem Computer mit der Systemzeit des Rechners synchronisiert abspielen.

Prädikat: Sehenswert.

www.standard-time.com

Gesehen auf: design-milk.com

“Limited Fungi”: Regalkunst für den guten Zweck

fungi1

Sie sind klein, kommen überwiegend in Österreich vor und es gibt nur noch erschreckend wenige von ihnen. Die glattstieligen Stockschwämmchen sind seltene Pilze und stehen, da ihr Bestand stark gefährdet ist, auf der Roten Liste bedrohter Arten. Gemeinsam mit dem niederländischen Design-Label Droog hat die Designerin Katharina Mischer beschlossen, etwas dagegen zu unternehmen. Das Ergebnis ihres Engagements ist das Wandregal “Limited Fungi”.

Dort tummeln sich auf betagten Holzplanken kleine Stockschwämmchen aus Zinn. Sie sehen aus wie ihre lebenden Artgenossen und jeder Pilz verfügt über eine eigene Nummer. Ein Teil des Verkaufserlöses der stark limitierten Regale geht an Umweltorganisationen, die sich dem Erhalt der glattstieligen Stockschwämmchen verschrieben haben. Sozusagen limited Design for unlimited Life.

www.droog.com

Mit Kindern ins Museum “Louisiana”

VorleseraumIch war mal wieder im “Louisiana”, meinem Lieblingsmuseum in Humlebaek bei Kopenhagen. Natürlich gibt es da hochkarätige zeitgenössische Kunst und immer interessante Sonderausstellungen, aber der eigentliche Charme des Museums liegt in seiner exorbitanten Lage hoch über dem Øresund. Bei gutem Wetter kann ich mir keinen schöneren Flecken auf der Welt vorstellen, denn die verschiedenen Gebäude liegen in einem weitläufigen Park. Die Besucher sitzen auf breiten Treppen mit Blick aufs Wasser, Kinder streicheln die rundlichen Plastiken von Henry Moore oder krabbeln unter der Eisenskulptur von Alexander Calder hindurch. Es gibt ein Restaurant, einen Museumsshop und sogar einen Badestrand. Ich kann hier einen ganzen Ferientag verbringen, ohne mich zu langweilen.

Sensationell ist ein eigener Trakt nur für Kinder, der sich von der Museumsebene bis zu einem Teich mit Spielplatz über drei Etagen runterschraubt: mit Malschule, Computerterminals und Werkstatt. Dort habe ich einen kreisrunden Vorleseraum entdeckt. In der roten Rotunde kommt das Licht von oben, so dass die Kinder ganz konzentriert zuhören, und das Ganze ist möbliert mit dänischen Designikonen von Arne Jacobsen: den Stühlen “3107″ im Miniaturformat und dem berühmten “Egg Chair”. Kunst- und Geschmackserziehung gehen hier Hand in Hand.

www.louisiana.dk

Malen wie ein Weltstar

www.jacksonpollock.orgSieht das Bild nicht aus wie ein früher Jackson Pollock? Ist aber von mir. Normalerweise wachen Künstler-Erben wie die Hyänen darüber, dass der grosse Name zwar noch angebetet werden darf, aber nur, um den Genie-Faktor zu verklären.
Die Nachlassverwalter des amerikanischen Pop-Malers Jackson Pollock aber erlauben Ironie und Selbstironie und bieten auf ihrer offiziellen Website ein Mini-Malprogramm, durch das jeder, allein durch Mausbewegungen, malen kann wie der 1956 gestorbene Action-Painting-Mann. Für mich eine der faszinierendsten Websites, denn man bekommt spielerisch eine Ahnung, was man vom Internet noch alles erwarten darf. Durchaus auch Ästhetik und Spaß. Vor allem, wenn Sie Kinder haben: Unbedingt ausprobieren! Öfter mit der Maus klicken, dann wird’s bunter.

www.jacksonpollock.org

Bushaltestellenkunst im Allgäu

Bushaltestellenkunst im AllgäuEine Bushaltestelle zwischen saftigen Wiesen, irgendwo im Allgäu. Man steigt aus dem Landbus. Die Trecker tuckern, die Kühe muhen. “Griaß di!”. Hallo auch. “Komm mit, nimm dir Zeit. Merhaba. Auf einem hohen Berg sitzt ein kleiner Zwerg und singt aus voller Brust.” Was der jungen Künstlerin Anna Grath zum Ankommen und zum Abreisen einfällt, ist nachzulesen in zwei Haltestellenhäuschen zwischen Simmerberg und Genhofen. Anhalten lohnt! Ein Blick auf Graths Internetseite auch: www.annagrath.de. Und ein bisschen Werbung für den tollen Bildband “Tausendschön & Gänsegift – ein botanisches Plädoyer für die Bezauberung” kann schließlich auch nicht schaden