SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Einträge getagged ‘Interior’ (8)

Schöner shoppen: Richard Hamburg

Fotos: Jona Laffin

Fotos: Jona Laffin

Erinnern Sie sich? In einem unserer letzten Hefte haben wir Ihnen gezeigt, wie man seine Bilder richtig und schön aufhängt. Oder besser gesagt, Richard hat es Ihnen vorgemacht. Seit Jahren richtet Richard Lotzmann Räume für SCHÖNER WOHNEN ein. Jetzt können Sie den Stil des Einrichtungsprofis auch kaufen. RICHARD Hamburg hat seine Türen geöffnet. Damit wird ein Traum für den Produzenten und Stylisten wahr. Jahrelang war er auf der Suche nach dem geeigneten Ladenlokal. Endlich hat er es gefunden, in der Wextraße. Dort gibt es nun ausgewählte Kleinigkeiten, Möbel, Geschirr, Vasen, Fotokunst und die schönsten Windlichter. Die glänzen seit einer Woche golden auf meinem Esstisch. Eigentlich sollten sie ein Weihnachtsgeschenk für meine Schwester werden. Leider konnte ich mich nicht von ihnen trennen. Ich muss wohl noch einmal bei Richard vorbeischauen. Dass sollten Sie auch tun. Es lohnt sich, und vielleicht haben Sie Glück und Richard begrüßt Sie freundlich hinterm Tresen.

Öffnungszeiten:
Mo-Fr: 11-19:00
Sa: 11-16:00

RICHARD Hamburg
Wexstr. 32a
20355
Tel. 040/38647502
www.richardhamburg.com

Raumausstatten Sie noch – oder wohnen Sie schon?

www.schoener-wohnen.de/raumplanerEs wurmt mich, dass ich nicht von selbst stutzig geworden war. Tatsächlich brachten mich erst meine europaweit gereisten Verwandten drauf: „In was für einem Land leben wir eigentlich“, fragten sie sich und mich, „dessen Sprachpraxis die Bürger dazu zwingt, Läden für Raumausstattung zu betreten?“ Raumausstattung! Wie spröde, wie knöchern und uncharmant das klingt! Raumausstattung verfügt verbal über die Strahlkraft von Dachrinnenreinigung und Lagerstättenverordnung, obwohl sie so geschmeidige Intentionen verfolgt wie Harmonie, Ästhetik und Wohlbefinden.

Leute, hört mit diesem Raumausstatten auf! Mit Ausstattung können technische Geräte für sich einnehmen, meinetwegen auch Kinofilme und Bühnenproduktionen. Um behaglich zu wohnen, will der Mensch nicht in einer Ausstattung verloren, sondern in emotional wärmender Atmosphäre geborgen sein. Deshalb gefallen mir a priori solche Läden am besten, die mit Namen jonglieren wie Raumstil, Wohntraum, Lebensraum, Wohngenuss, Formsache, Wohnkunst, Raumplan, Wohnwelt. Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass der Titel eines monatlich erscheinenden Periodikums alle genannten Begriffe auf den Punkt bringt: Schöner Wohnen. Ob diese Zeitschrift nächstens ihr 50-jähriges Bestehen feiern könnte, wenn sie „Der Raumausstatter“ hieße?

Bleibt zu klären, was wir unter Brautausstattung verstehen sollen. Na ja, bei Gelegenheit vielleicht…

Screenshot: www.schoener-wohnen.de/raumplaner

Wieder daheim

"home sweet home": flickr.com/hisgett/

"home sweet home": flickr.com/hisgett/

Nach jeder etwas längeren Reise fällt mir auf, wie unglaublich schön ich das eigene Zuhause empfinde. Kaum habe ich die schweren Koffer schnell im Flur abgestellt, schaue ich schon in alle Räume hinein, ob noch alles am rechten Platz steht. Und freue mich natürlich, dass es so ist.

Hier der große Esstisch, an dem wir schon manch schönen Abend verbracht haben, dort das Sofa für die gemütliche Lesestunde am Sonntag. Eine geliebte Pflanze, die in der Zwischenzeit zu blühen begonnen hat oder das Bett mit seinem herrlich weichen Bettzeug. Vom Gefühl ist es fast so, als träfe man einen alten Freund wieder, den man schon seit der Schulzeit kennt und mit dem man einiges erlebt hat.

Es liegt wohl daran, dass das eigene Haus, die Wohnung oder ein Zimmer einfach die eigene Persönlichkeit widerspiegelt. Da kann auf Zeit auch kein noch so tolles Luxushotel, Ferienhaus oder Überseeresort mithalten. Egal, wie schön es auch ist.

Klar, die weite See, eine fantastische Landschaft oder auch hohe Berge beeindrucken und lassen uns für ein paar Wochen entspannen. Aber zu Hause umgeben wir uns mit genau dem, was uns gefällt. Seien es schöne Farben, Lieblingsmaterialien und manches Möbelstück, dem wir wochenlang entgegen gefiebert haben, bis wir es hatten.

Nicht zu vergessen die ganzen Erinnerungen, die hier versammelt sind: Fotos, persönliche Fundstücke oder einfach nur die Handabdrücke meines Sohnes auf dem Spiegel im Flur, als er noch kurz vor der Abreise die Sonnencreme auf der Glasfläche ausprobierte. Wenn ich so etwas entdecke, weiß ich: Wir sind wieder daheim. Schön.

“Stilleben” in Kopenhagen

Stilleben Kopenhagen, Foto: privat

Der kleine Laden “Stilleben” gehört zu meinen Pflichtadressen bei jedem Kopenhagen-Besuch. Hier steht die Minima-Glasflasche von Holmegaard neben Schmuck und Zuckerdöschen von Helena Rohner und hinreißenden Keramik-Kleinigkeiten einer gerade angesagten dänischen Absolventin der Kopenhagener Design-Schule. Kurz: immer einen Besuch wert.

Stilleben hat auch einen Online-Shop:

http://www.stillebenshop.com

Wohnwelten/4

Wohnwelten/4 Denk’ ich an Amerika und das Thema Wohnen, denk’ ich an die „Waltons“ und den „Denver Clan“: Das eine der Stichwortgeber des Landhausstils von vorgestern, das letztere ein frivoles Bilderrauschen aus den achtziger Jahren. Beides völlig unwahr, nicht nur, weil Fernsehen immer lügt, wenn es nicht von Günther Jauch moderiert wird, sondern weil ich diese Zeilen just in einer der beliebten Familienpensionen in den USA schreibe – und mitten in Tante Hennys Biedermeier sitze. Denn eigentlich besteht Wohnen in den USA aus Paradekissen, Möchtegern-Antiquitäten … und dem Propeller unter der Zimmerdecke eines “Bed & Breakfast”.

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Alles im Fluss ;-)

Felix BringmannHolz – für mich immer noch DAS Material, das sich beim Wohnen am besten mit allem kombinieren lässt und Wärme ausstrahlt. In seiner schönsten Optik finde ich es nicht in den teuren Einrichtungsläden, sondern bei Spaziergängen hier in Hamburg an der Elbe: Treibholz. Die Farben – von Gold bis Grau. Die Oberflächen – herrlich verwittert, vom Wasser geformt, rauh und glatt. Einen großen Balken habe ich vom Strand nach Hause geschleppt (zugegeben zu zweit, denn das mit Wasser vollgesogene Holz ist ganz schön schwer), habe es trocknen lassen und zehn Löcher reingebohrt, in die kleine Teelicht-Keramikschalen passen. So schmückt er jetzt mein Wohnzimmer. Das Unperfekte macht es zum Unikat, gratis aus dem Fluss. Wer keinen in seiner Nähe hat, kann sich ja hier mal inspierieren lassen:

www.manunatura.de

Die Tricks der Wohnprofis

Torsten HallmannFür die Raumstimmung sind Farben und Materialien viel wichtiger als die Formen und das Design der Möbel. Das ist nur ein Trick von vielen aus unserer neuen Reportagereihe “Stilrezepte”. Der Hamburger Einrichter Torsten Hallmann (”TH2-White”, unser Bild) wohnt deshalb zum Beispiel in einem farblich recht reduzierten weiß-silber-grauen Ambiente.
Mehr davon können Sie im aktuellen Mai-Heft sehen, wo Sie auch noch auf weitere solcher Insider-Tipps stoßen. So setzen Volker Hartmannn und Gernot Stopp von “Scala Wohnen” etwa das Spiel von Licht und Schatten auf die wichtigste Position der Wohnfaktoren; Angelika Geller vom “Stadthaus” schwört auf die Formel: Stoff- statt Ledersofas – und keine Stores am Fenster!

www.th2.de
www.scala-wohnen.de
www.stadthauseinrichtung.de

Shopping-Tipp: “Die Remise”

Die RemisePer Zufall entdeckt man “Die Remise” bestimmt nicht. Wolfgang Neugebauer hat seinen kleinen Laden im Hamburger Stadtteil Winterhude gut versteckt. In einem idyllischen Hinterhof liegt die Remise, die der Stylist und Interior Designer im letzten September in einen Showroom der besonderen Art verwandelte. Keine Laufkundschaft, keine Massenware – wer sich zum Hans-Henny-Jahnn-Weg aufmacht, mag keinen Mainstream. “Die Remise” wirkt wie Wolfgangs Wohnzimmer. Ein Sofa, ein Tisch, Regale gefüllt mit Vasen und Kunstwerken, viel mehr gibt es nicht und doch kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Woher hat der Mann nur diesen wunderbaren Schrank? Wer mit dem Blick für das Besondere durch die Welt geht, findet solche Fundstücke. Der Einrichtungsprofi entdeckte das gute Stück in Süddeutschland und ließ es aufarbeiten. Viele der Dinge gibt es nur einmal. Doch keine Angst: Wer denkt, bei Wolfgang Neugebauer kann man nur mit großem Portemonnaie shoppen gehen, der liegt falsch. Einen Kerzenständer, ein paar Gläser kann sich hier jeder leisten. Doch ich gebe zu, die Gefahr besteht, dass man sich in eines der charmanten Vintage-Möbel verliebt. Und dann? Dann spart man und kommt wieder in den zauberhaften Hinterhof.
Die Remise
Hans-Henny-Jahnn-Weg 21
22085 Hamburg
Öffnungszeiten:
Montag-Freitag 11:00 bis 18:00 Uhr
Samstag 10:00 bis 16:00 Uhr

www.remise-hamburg.de