SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Einträge getagged ‘Einrichten’ (6)

Kommode oder Skulptur?

„Stack“ von Shay Alkalay Das liegt in diesem Fall im Auge des Betrachters beziehungsweise des Benutzers. Eine Kommode ist normalerweise ein Korpus mit Seitenwänden und Rückwand und kann nur in eine Richtung geöffnet werden. Bei der Kommode “Stack” von Shay Alkalay lassen sich vielfarbige Schübe nach zwei Seiten verschieben und erzeugen so einen je nach Stellung der Schübe skulpturalen Charakter. Funktional ist sie außerdem. Verschiedene Höhen und Farbstellungen sind möglich.

Hersteller: Established & Sons
www.establishedandsons.com

Himmlische Ruhe

Werde ich nun spießig, oder endlich vernünftig? Seit einem halben Jahr verbringe ich meine Nächte auf einem Matratzensystem, für deren Anschaffung ich locker zwei Wochen in der Karibik hätte relaxen können. In einem fünf Sterne Hotel natürlich. Dort hätte ich mein Haupt wahrscheinlich auch auf einer Boxspring-Matratze gelegt. Aber eben nur zwei Wochen lang. Jetzt genieße ich jede Nacht Hotelkomfort und schwebe auf Wolke Sieben. Die Einsicht, in meinen Schlaf zu investieren, kam mit dem Besuch dreier Matratzen-Manufakturen. Ich wurde per Lear-Jet zu Hästens ins schwedische Köping geflogen, reiste etwas bescheidener zu Treca nach Reichenhoffen ins Elsaß und zur Familie Schramm in die Pfalz. Drei Profis in Sachen Federkern und gutem Schlaf. Dort habe ich mit eigenen Augen sehen dürfen wie das Rosshaar per Hand zurechtgezupft, die Federkerne mühselig in Taschen genäht und  die 30 cm dicken Schwergewichte mit einem aufwändigen Keder zugenäht wurden. Das beeindruckte. Und das Probeliegen überzeugte. Weg mit meiner armseligen Schaumstoffmatratze, dieser Gedanke beherrschte mich. Drei Jahre lang. Jetzt endlich throne ich wie die Prinzessin auf der Erbse jede Nacht auf einem stolzen 50 cm hohen Nachtlager. Ich bin dem Himmel ein Stück näher gekommen.
www.hastens.com
www.schramm-werkstaetten.de
www.trecadeparis.com

Cocooning – Rückzug ins Private

Bubble Chair - Eero AarnioNestbau galt in den sechziger Jahren noch als total spießig. Man wollte unabhängig sein und mit dem Rucksack durch Asien trampen. In den Achtzigern waren die Singles auf dem Vormarsch. Kurztripps zu den Metropolen dieser Welt und vibrierende Partynächte waren in Mode. Bloß nicht in der Singlebude hocken, wo einem womöglich die Decke auf den Kopf fiel.
In den Neunzigern schwappte dann endgültig die Fitnesswelle zu uns rüber. Es ging raus in die Natur – Radfahren, Joggen und Extremsportarten standen auf dem Programm. Hauptsache, man endete nicht als Couch-Potato auf dem heimischen Sofa.

Heute setzt die Kehrtwende ein. Sozialpsychologen haben einen neuen Trend ausgemacht. Was vorher noch verpönt war, wird auf einmal zur Lebenskunst: der Rückzug ins Private. Lesen Sie mehr

Kein Mut zum Tête-à-Tête?

evans-paulFällt das Stichwort Causeuse, durchzucken Fragezeichen die Mimik des Gesprächspartners. Kommt der gleichbedeutende Love-Seat ins Spiel, versteckt sich vermeintliche Kenntnis hinter diskretem Grinsen – oder das Verständnis zielt sittsam auf den zierlichen Zweisitzer: ein Sofa, dessen knapper Zuschnitt einem möglichen Dritten signalisiert, momentan nicht wirklich willkommen zu sein. Während deutsche Bezeichnungen (”Plauderstuhl”, “Verlobungsbank”) in kunsthistorischen Folianten begraben liegen, trifft man zuweilen auf die synonymen Vokabeln Settee und – ganz nah an des Gegenstands Bestimmung – Tête-à-Tête.

Lesen Sie mehr

Multitalent

Regal "Arie"WOW! Dieses Regal ist brandneu, heißt „Arie”, wurde von dem in Paris lebenden israelischen Designer Arik Levy entworfen und ist große klasse! Warum?
Es lässt sich immer wieder neu kombinieren, passt in jeden Raum, hat freistehend fast Paravent-Qualität, funktioniert über Eck, es lässt sich „auf den Kopf stellen”, also umdrehen – und man kann nicht nur Bücher darin verstauen: Dank der rechtwinklig angeordneten vertikalen Wangen bieten sich verschiedene Präsentationsflächen, um einzelne Lieblings- und Erinnerungsstücke, Vasen, Fotos oder ähnliches hervorzuheben. Bräuchte ich ein neues Regal, „Arie” käme in die engere Wahl!

Ausführungen in mitteldichter Faserplatte, weiß pulverbeschichtet oder massiver Eiche, 79,5 und 192 Zentimeter hoch (jeweils 120 cm breit und 35 cm tief).

Hersteller: E15.
www.e15.com

EIN LICHTSCHEIN …

Tischleuchte China… und ich hatte mich verliebt. Das Objekt meiner projizierten Gefühle ist die Tischleuchte „China” von der Firma Penta Light. Unsere Beziehung hält nun schon einige Jahre – der Entwurf ist von Nicola Gallizia aus dem Jahre 2003. Nach wie vor erfüllt sie meine Erwartungen in puncto Diskretion und Zurückhaltung, Anpassungsfähigkeit und Sanftheit. Der nach unten gerichtete Schirm spendet warmes indirektes Licht, es gibt sie in mehreren Ausführungen: in Weiß, Schwarz, Rot oder Maron Glacé matt lackiert, wahlweise noch glänzend lackiert in Weiß, Schwarz oder Chrom; als Luxusvariante auch mit Silberfolie oder Blattgold beschichtet erhältlich. Mit ihrer Höhe von 32 cm und ihrem Durchmesser von 33 cm findet sie bei mir immer einen Platz.
Meine Lieblingsfarbe ist übrigens das matte Braun und ich bin sicher, wir werden noch eine geraume Zeit miteinander verbringen!

www.pentalight.it