SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Einträge getagged ‘Design’ (8)

Von wegen erste Sahne

SahnekännchenFinden es Designer eigentlich okay, wenn die ihren Kreationen innewohnende Verwendung zwar jedes Mal einen klar definierten Beginn, aber niemals ein vom Benutzer bestimmbares Ende hat?
Ich spreche von einer Errungenschaft verfeinerter Tischkultur: vom Sahnekännchen. Entlockt man ihm den zur Aufhellung eines Heißgetränks gewünschten Teil seines Inhalts, indem man es über der Tasse vorübergehend in Kipplage bringt, so ergießt sich in den Kaffee oder Tee zwar simultan der bezweckte Sahneschwall, dieser versiegt aber nach Rückführung des Kännchens in die Lotrechte keineswegs.

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Typisch deutsch

Bless n°35 Automatica CarcoDer belgische Kunst- und Designkritiker Max Borka hat für das Museum Marta Herford die Ausstellung „Nullpunkt.Nieuwe German Gestaltung” kuratiert.

Herausgekommen ist keine Design-Show im herkömmlichen Sinn.

Manche der Exponate wirken auf den ersten Blick bestimmt provokativ. Zu verspielt, unverständlich, wenig praktisch – eben gar nicht „typisch deutsch”. Aber jung. Das soll Design sein? Aber genau diese Irritation macht den Reiz der Schau aus, finde ich. Über junge Positionen im Design nachzudenken, lohnt. Man sieht schnell, wie offen man auf seine alten Tage noch für ungewohnte Positionen ist. Und man kann eigene Sichtweisen reflektieren, den Sinn und Unsinn von Produkten besser einordnen.

Angucken:
14.2. – 19.4.2009
www.marta-herford.de

Edles Zeltlager

ZeltSchon in der Steinzeit schlug der Mensch Zelte auf. Und irgendwie muss die Verbundenheit mit dem mobilen Dach über dem Kopf in uns genetisch verankert sein: Ob als Kind beim Indianerspielen oder in späteren Jahren als Rucksacktourist in den entlegendsten Winkeln der Welt – das Zelt gehört dazu! Eine besonders edle Variante hat die Firma Gandia Blasco mit dem Modell „Tipi“ entworfen. Als Nachtquartier für Besucher eines Rockfestivals ist das Modell aus Aluminiumprofilen und Kunststoffgewebe wohl eher nicht geeignet. Dafür ist das Zelt mit seiner schönen schlichten Form aber auf jeden Fall ein Hingucker an jedem Platz unter freiem Himmel. Das gefällt sowohl dem Mammutjäger in uns als auch dem kultivierten Designfreund. Das „Tipi“ gibt es in einer großen Ausführung (Höhe 5,20 Meter, Grundfläche 4,40 x 4,40 Meter) und in einer kleinen Ausführung (Höhe 2,60 Meter, Grundfläche 2,20 x 2,20 Meter).

www.gandiablasco.com

Draußen sitzen

tablabriEndlich habe ich ihn gefunden, den perfekten Essplatz für den Garten. „Tablarbri“ gehört zu den Neuheiten des französischen Herstellers Fermob und bietet alles, was ein guter Essplatz für den Garten braucht: einen einfachen Tisch für sechs Personen und ein leichtes Dach zum Schutz vor Sonne und Nieselregen. Das Überzeugendste an „Tablarbri“ ist aber seine konsequent einfache Gestaltung. Das wasserresistente Dach wird von Stangen aus Eschenholz gespannt, die dann nur noch in die seitlichen Ausleger an den Tischbeinen gesteckt werden müssen. Für mich passt „Tablarbri“ damit bestens nach draußen. Schließlich ist auch die Natur nicht perfekt abgezirkelt.
www.fermob.com

iPod trifft Retro-Radio

tivoli-u-ipodKlingt gut und sieht auch noch unverschämt gut aus – die Kombination aus Tivoli-Radio und dem kleinsten iPod mit Namen Shuffle ist eine der kompaktesten und simpelsten HiFi-Anlagen überhaupt. Sicher nicht das Richtige für die Beschallung großer Wohnräume, aber allemal kräftig genug, um in der Küche, im Bad oder im Arbeitszimmer guten Sound zu garantieren.

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Neulich in Finnland …

Iittala… das Sofa ist gemütlich, der Kaffee geht aufs Haus und ist super-lecker, ein Tischkamin flackert beruhigend vor sich hin. Ich sitze in einem finnischen Wohnzimmer mitten in Berlin und genieße die coole Vintage- Atmosphäre im nagelneuen Iittala-Shop in der Trendgegend um die Münzstraße, 5 Minuten vom Alex und vom Hackeschen Markt entfernt.
Hier gibt es auf 130 qm alles, was Iittala in Sachen Tisch- und Kochkultur zu bieten hat – eben bestes finnisches Design für jeden Tag, das ein Leben lang hält.

Wer also in Berlin ist, sollte kurz mal in Finnland vorbeischauen, allerdings erst ab 12:00 Uhr.

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Multitalent

Regal "Arie"WOW! Dieses Regal ist brandneu, heißt „Arie”, wurde von dem in Paris lebenden israelischen Designer Arik Levy entworfen und ist große klasse! Warum?
Es lässt sich immer wieder neu kombinieren, passt in jeden Raum, hat freistehend fast Paravent-Qualität, funktioniert über Eck, es lässt sich „auf den Kopf stellen”, also umdrehen – und man kann nicht nur Bücher darin verstauen: Dank der rechtwinklig angeordneten vertikalen Wangen bieten sich verschiedene Präsentationsflächen, um einzelne Lieblings- und Erinnerungsstücke, Vasen, Fotos oder ähnliches hervorzuheben. Bräuchte ich ein neues Regal, „Arie” käme in die engere Wahl!

Ausführungen in mitteldichter Faserplatte, weiß pulverbeschichtet oder massiver Eiche, 79,5 und 192 Zentimeter hoch (jeweils 120 cm breit und 35 cm tief).

Hersteller: E15.
www.e15.com

EIN LICHTSCHEIN …

Tischleuchte China… und ich hatte mich verliebt. Das Objekt meiner projizierten Gefühle ist die Tischleuchte „China” von der Firma Penta Light. Unsere Beziehung hält nun schon einige Jahre – der Entwurf ist von Nicola Gallizia aus dem Jahre 2003. Nach wie vor erfüllt sie meine Erwartungen in puncto Diskretion und Zurückhaltung, Anpassungsfähigkeit und Sanftheit. Der nach unten gerichtete Schirm spendet warmes indirektes Licht, es gibt sie in mehreren Ausführungen: in Weiß, Schwarz, Rot oder Maron Glacé matt lackiert, wahlweise noch glänzend lackiert in Weiß, Schwarz oder Chrom; als Luxusvariante auch mit Silberfolie oder Blattgold beschichtet erhältlich. Mit ihrer Höhe von 32 cm und ihrem Durchmesser von 33 cm findet sie bei mir immer einen Platz.
Meine Lieblingsfarbe ist übrigens das matte Braun und ich bin sicher, wir werden noch eine geraume Zeit miteinander verbringen!

www.pentalight.it