Kürzlich berichtete mir mein Schwiegervater in spe von seiner Spielecke. Er erinnerte sich an einen Wagen, der aussah wie ein VW-Käfer. Der Wagen war aus Holz und hatte rote Räder mit schwarzem Gummi. Benutzen konnte man ihn wie heute moderne Bobbycars. Der Clou: Wenn man ihn umdrehte, wurde aus dem Auto ein Schaukelstuhl. Lesen Sie mehr
Es ist so weit: Ich stecke mitten im Umzug in meine erste eigene Wohnung. Und zur Feier des Tages habe ich mir auch gleich etwas gegönnt. Nein, kein Stück Sahnetorte, kein neues Paar Schuhe und auch keinen Luxusurlaub. Stattdessen habe ich mich für eine schicke, kleine Tischleuchte aus der Bremer Designschmiede Rauminraum entschieden. Meine neue Mitbewohnerin heißt “Pulpo vichy rot”, besteht aus geöltem, furniertem Eichenholz und trägt einen handgearbeiteten Schirm aus kariertem Chintz. Ziemlich stilvoll, wie ich finde.
Leuchtenfamilie "Pulpo" von Rauminraum
Außerdem kommt sie aus gutem Hause. Zur norddeutschen Leuchtenfamilie “Pulpo” gehören neben der Tischleuchte (41 cm) noch eine Boardleuchte (75 cm) und eine Stehleuchte (147 cm). Alle stammen aus der Feder des dreiköpfigen Designteams Rauminraum, das seit 2001 Innenräume gestaltet und eigene Objekte entwirft. Auch in Sachen Mode ist die “Pulpo”-Familie nicht auf die Nase gefallen, denn ihre Schirme gibt es in zahlreichen Farben sowie mit Karo- und Schottenmuster. Den Namen haben die Leuchten übrigens bekommen, weil ihre Form an die eines im Wasser schwebenden Tintenfisches erinnert.
Jetzt muss meine neue Mitbewohnerin nur noch bei mir einziehen. Ein schönes Plätzchen hätte ich schon für sie. Doch die “Pulpo” reist ganz standesgemäß mit eigenem Chauffeur und wird von ihm bis an meine Wohnungstür gebracht. Und das hoffentlich bald.
Nach dem fliegenden Teppich kommt hier das fliegende Tischtuch. Es ist sozusagen beim Abheben eingefroren, und siehe da, der Tisch darunter fehlt vollständig – ein “Phantom”. Das Tischtuch ist der Tisch. Entworfen hat ihn die Architektengruppe Graft, die durch die Zusammenarbeit mit Brad Pitt bekannt geworden ist und natürlich auch durch ihre unkonventionellen Ideen. Sie unterhält Büros in Berlin, Los Angeles und Peking und hat jetzt für das Stilwerk ein erstes Objekt für die neu gegründete “Limited Edition” entworfen. Der Tisch “Phantom” wird nur in Kleinserie aus Kohle- bzw. Glasfaserverbundwerkstoff (CFK/GFK) gefertigt. Die Oberfläche ist hochglänzend. Das ausgehärtete Endprodukt ist nur 5-6 mm stark und kann große Längen überspannen. Eine federleichte, fast unwirkliche, tanzende Erscheinung, eben ein Phantom.
Sieht unspektakulär aus, ist aber superpraktisch für kleine Flure: Die Garderobe “Staple” von Schönbuch besteht aus zwei Rahmen, die aufeinander gestapelt einfach an die Wand gelehnt werden. Wenn Gäste kommen, nimmt man einen runter und stellt ihn daneben, schon hat man doppelt so viel Platz: mobil, flexibel und ganz ohne Montage. Aus Esche gebleicht, weiß oder anthrazit gebeizt. B/H/T in cm: 56/160/46. Die neue, passende Wandkonsole ist 85 cm hoch.
Von der Vorstellung paralleler Universen inspiriert, hat der Designer Dzimitry Samal eine neue Möbel-Kollektion herausgebracht. “Parallel World” besteht aus verschiedenen Elementen, die mit einem speziellen Verankerungssystem an der Wand angebracht werden. Die schräge Ausrichtung und die Tatsache, dass sich Teile der Objekte scheinbar in der Wand befinden, geben dieser Möbelkollektion ihren eigenwilligen Look.
Falls Sie vom Ansehen der Bilder noch nicht seekrank geworden sind, können Sie die Kollektion auch auf der Mailänder Möbelmesse “Salone Internazionale des Mobile” vom 14. bis zum 19. April in Augenschein nehmen.
Holz, das wie Leder wirkt? Leder, das wie Packpapier aussieht? Sitzbänke aus riesigen Knöpfen? Häää?
Ähnlich verwundert waren wir auch, als wir die individuell in Handarbeit hergestellten Möbelstücke des japanischen Designers Kin ichi Ogata gesehen haben. Er spielt mit bekannten Formen und Materialien, interpretiert sie auf seine Weise und schafft so unerwartet Neues.
Leider gibt es bisher nur wenige Stücke, und der Showroom befindet sich noch im Aufbau. Aber wir werden Ogata Furniture weiter beobachten und erhoffen uns noch so manche leicht verdrehte Idee.
Okay, das folgende abstrakte Filmprojekt hat nicht wirklich etwas mit dem Thema Wohnen zu tun. Dafür ist es besonders schön. Und mit etwas Fantasie lassen sich plötzlich doch ein paar Möbelstücke entdecken. War das nicht eben gerade ein Sitzsack? Oder könnte das Gebilde dort nicht eine Leuchte von Aqua Creations sein?
Dieses Video ist grafisches Design par excellence.
Lehnen Sie sich zurück und lassen Sie sich inspirieren.
Steckdosenleisten gibt es viele. Wirklich praktisch sind wenige. Und schön sind fast gar keine. Das möchte der Designer Soon Mo Kang ändern – und mit seinem Multi-Tab-Konzept ist es ihm auch gelungen.
Herausgekommen ist eine Steckerleiste, die Sie ganz nach belieben erweitern können. Selbstverständlich können Sie die Leiste wie üblich an- und ausschalten. Der wirkliche Clou jedoch ist die Tatsache, dass Sie für jedes Gerät eine eigens mit Symbolen gekennzeichnete Dose verwenden können. Per einfachem Schalterdruck lässt sich der Stecker jederzeit wieder entfernen.
Vorbei sind also die Zeiten, in denen Sie aus Versehen den Computer lahm legten, weil Sie die Schreibtischlampe ausstöpseln wollten oder sich fast den Hals verrenkten, weil Sie wieder einmal die völlig verdrehten Kabel zu ihrem Ausgangspunkt zurückverfolgen wollten.
Letzte Kommentare