In meiner Familie gibt es Köche wie Sand am Meer. Meine Großmutter war Köchin, mein Bruder trat in ihre Fußstapfen und meine Mutter kocht einfach sehr gern und gut. Um nur einige zu nennen. Kein Wunder, dass ich bei diesen geballten Kochkünsten um mich herum schon früh den Kochlöffel in die Ecke gedonnert habe. Ich kann etwas am Herd zaubern, wenn ich muss. Und ich muss zum Glück selten, denn es bringt mir einfach keinen Spaß.
Nichtsdestotrotz besitze ich Großmutters Kochbuch. Ein schwarzes, DinA5 großes Notizbuch, das mindestens 70 Jahre auf dem Buckel hat. Die Ecken sind etwas eingeknickt, es ist übersät mit Flecken und die Seiten sind vergilbt. Fein säuberlich hat Oma schon als junges Mädchen begonnen, in akkurater Sütterlinschrift mit schwarzer Tinte Seite für Seite mit Rezepten zu füllen. Von Pflaumenkompott über Schmorbraten bis zu gefüllten Kohlrabi ist alles vertreten.
Aber wie wird man so einem schönen Erinnerungsstück gerecht, wenn man gar keinen Drang verspürt, all die Leckereien nachzukochen? Farbkopien der Seiten Entenbraten und Marzipankartoffeln waren die Lösung. In schlichte Holzrahmen eingefasst, zieren die Rezeptseiten meine Küche. Jetzt hab ich Omas Kochkünste immer vor Augen. Und wer weiß, vielleicht traue ich mich irgendwann mal an die Rezepte… Mit so einem Entenbraten à la Oma kann man mit Sicherheit Eindruck schinden!



Letztes Jahr in London besuchte ich mit Freunden ein Dim Sum Restaurant. Die Küche war hervorragend, doch wirklich fasziniert hat uns ein Aperitif, der vor dem Essen serviert wurde.
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