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A “Perfectly Kept House is the Sign of A Misspent Life” (ein perfekt gepflegtes Haus ist das Indiz eines vergeudeten Lebens) – lautet der Buchtitel der US-amerikanischen Autorin und Fotografin Mary Randolph Carter. Zwar würde ich es nicht ganz so extrem nennen wollen, doch ein bisschen Laissez-faire beim Wohnen wäre manchmal nicht schlecht. Lesen Sie mehr
Tags: Buchtipp, Deko, Einrichten, Kinder, Wohnen
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Bin ich ein Spanner, weil ich es spannend finde, wie andere wohnen? Weil ich es liebe, in fremde Räume zu schauen? Jetzt im Sommer kann ich kaum in andere Wohnungen blicken. Die Sonne will nicht untergehen, das Licht wird erst spät eingeschaltet. Gut, dass ich die Zeit überbrücken kann und zwar mit einem neuen Bildband. Die Fotografin Sabine von Breunig und die Autorin Martina Fuchs haben fremde Fenster und Türen geöffnet und zeigen die Räume von 16 Frauen.
Katharinas Zimmer zum Beispiel, die es still und ruhig mag oder die Wohnung der Amerikanerin Susan, die mir fast den Atem nimmt. Schick oder schlicht, farbige oder weiße Wände, was die beiden zusammengetragen haben, sind interessante Einblicke in ganz persönliche Zimmer. Warum ein Rückzugsort wichtig ist und wie man sein Refugium findet, das erklärt Martina Fuchs in einem über 60 Seiten starken Infoteil, der den Fotos vorangestellt ist. Ein eigener Raum ist kein Luxus, so das Fazit, sondern lebensnotwendig und verdammt spannend.
“Frauen und ihre Räume”
AT Verlag, ca. 29,90 Euro
Tags: Buchtipp, Einrichten, Räume
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Was ist ein Weinglas? Blöde Frage – ein Weinglas ist ein Weinglas! Und was sind zwei Weingläser? Zwei Weingläser sind eine Türklingel.
Was ist ein Filmdöschen? Ein auf sich allein gestelltes Filmdöschen ist ein in digitalisierten Zeiten existenziell bedrohtes Filmdöschen. Und was sind zwei Filmdöschen? Zwei Filmdöschen sind Salz- und Pfefferstreuer, die zu zweit einer zwar weiterhin analogen, aber tischfeinen Zukunft entgegenwürzen.
Was ist ein Kleiderbügel – nun gut, schon klar. Und übrigens: Zehn Kleiderbügel sind eine Obstschale.
Werden schlichte Dinge scheinbar naiv befragt, von Kunst und Handwerk mit listigem Blick umgedeutet, dann offenbaren selbst sprödeste Alltäglichkeiten eine quasi selbstironische Doppelnatur. Zugleich bleibt dem vermeintlich Ausgedienten ein anonymes Ende auf der gleichmacherischen Müllhalde erspart: Autoreifen dürfen sich zu Sitzgruppen formieren, Waschmaschinentrommeln zu Schauvitrinen, Ölfässer zu Beistelltischen, Büroklammern zu Kronleuchtern.
Das Verdienst der Autorin besteht darin, dass sie in ihrem Buch die Waage hält zwischen (marktgängigen) Kreationen namhafter, humorbegabter Designer einerseits und praktikablen Bauanleitungen andererseits, womit sie alle Nicht-beidseitig-Linkshändigen zum Mitmachen anstiftet. Schließlich sei der Verlag gerühmt – für diese editorisch überaus sympathische Publikation.
Henrietta Thompson: „Mach Neu aus Alt – Welt retten, Geld sparen, Style haben“, 272 Seiten, 24,95 Euro, Edel Verlag
www.edel.de
Tags: Buchtipp, Design
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Es war einer dieser strahlend sonnigen Tage, wie sie typisch sind für Hamburg, und man war geladen in eine festliche, dem Alltag entrückte Szenerie, in den Jenischpark – mit dem klassizistischen Landhaus im Rücken und einem grün gerahmten, vom Blau des Himmels überwölbten Blick hinunter zur Elbe. So formidabel lässt sich profanes Interesse umkleiden: die werbliche Präsentation neuer Bücher. Lesen Sie mehr
Tags: Buchtipp, Geschenkideen
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Neulich musste mein Sohn für die Schule ein Herbarium anlegen: Blätter von 20 Pflanzen, nicht aus dem Garten, bitte frisch! Da der Herbst vor der Tür steht, duldete die Sache keinen Aufschub, die ersten Birkenblätter segeln schon von den Ästen. Also auf in den Wald und auf die Feldflur, Bäume stehen dort ja zur genüge herum. Kastanie, Robinie und Walnuss sind bekannt, aber dann wurde es schon schwierig. Haselnuss? Oder doch Feldulme? Von drei bis zwanzig kann es sehr, sehr weit sein! Hätte ich nur das Buch „Faszinierende Wildpflanzen“ schon gehabt, die Hausaufgabe wäre ein glatter Durchgang geworden.
Dieses „Herbarium in Fotos“ aus der Edition Delius ist ein Buch zum Sattsehen: Rechts, auf schwarzem Grund, sind toll fotografierte Blätter, Blüten, Keime, Samen und Wurzeln der Pflanzen zu sehen, links erfährt man so ziemlich alles über ihre Größe und ihr Verbreitungsgebiet, über Namen und Eigenheiten, über Geschichte und Verwendung. Endlich ein Nachschlagewerk, das nicht nur zum Nachschlagen taugt, sondern auch und vor allem zum Gucken!
Pierre und Délia Vignes: „Faszinierende Wildpflanzen. Ein Herbarium in Fotos, 576 Seiten, Delius Klasing Verlag, 49,90 Euro
Tags: Buchtipp, Garten, Natur
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„Überall wächst was“ – so lautet der Titel eines neuen Gartenbuches für Kinder. Herausgegeben wird das Buch in stabiler Ringbindung von Alnatura, dem Hersteller und Händler von Bio-Produkten. Im August und September 2009 werden 5.000 Exemplare verlost. Teilnahmekarten gibt es in den Alnatura-Biomärkten sowie in den Kundenmagazinen der Handelspartner dm, tegut und Budni. Ab November kann man das Buch exklusiv bei Alnatura und über den Webshop der Naturschutzjugend Naju für 25 Euro kaufen.
Auf über 60 Seiten lernt der Nachwuchs, wie er im Garten oder im Balkonkasten eigenes Gemüse heranzieht. Dabei legt das Buch großen Wert darauf, die Zusammenhänge des Lebens im kleinen Gartenkosmos zu erklären. So lernen die Kinder (und ihre Eltern!), wie ein Beet eigentlich funktioniert.
Der Autor Ralf Lilienthal hat mit Kindern am Institut für Waldorfpädagogik in Witten einen kleinen Versuchsgarten angelegt und die einzelnen Phasen der Gartenarbeit begleitet. So entstand eine spannende Reise durchs Gartenjahr, das mit vielen Zeichnungen, Fotos und leicht verständlichen Texten zum Ackern auf der eigenen Scholle animieren wird.
www.alnatura.de
www.naju.de
Tags: Buchtipp, Garten, Gewinnspiel
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„Man betrachtet sie kritisch, man flucht, man lacht und amüsiert sich über sie – und natürlich: man liebt sie.“ In einer Datscha erkennt die 1958 in Moskau geborene, seit 1992 in Zürich lebende und (auf Deutsch!) schreibende Publizistin Marina Rumjanzewa keineswegs nur einen – vielleicht dem Kleingarten hierzulande vergleichbaren – Ort für erholsame Wochenenden draußen vor der Stadt. Sie sieht die Datscha als zutiefst russische Daseinssphäre, als reale Utopie, als Spielraum, Bühne und Refugium, wo der Mensch erblüht und Mensch sein darf.
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Tags: Buchtipp, Datscha, Wohnkultur
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Ich als gelernte Architektin werde gerne des Öfteren von Freunden und auch Kollegen ob meiner schwarzen Kleidung gefoppt. Erst diese Woche habe ich mich mit einer Freundin auf der Michelwiese verabredet – ein doch größeres Gelände in Hamburg. Doch sie fand mich sofort. Und das netterweise begleitet von den Worten: “Der einzige komplett schwarze Fleck hier auf der Wiese zwischen all den Sommerfarben- das konntest ja nur DU sein!” Und wenn ich mich doch gelegentlich dazu hinreißen lasse, einen Farbtupfer an mir zuzulassen, heißt es gleich: “So bunt heute? Bist du krank?”
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Tags: Buchtipp, Farben, Schwarz
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