SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

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Wollen Sie’s schriftlich? – Typografie als Dekoration

Als ehemaliger Grafik-Designer stehe ich natürlich auf Typografie. Schöne Buchstaben, ordentlich gesetzte Schriften und asiatische Kalligrafie lassen mein Herz höher schlagen. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass ich meine Wohnung auch mit besonderen typografischen Fundstücken dekoriere.

Da ich persönlich keine Wandtattoos mag, die zum Beispiel die Küche mit kitschigen Sätzen verzieren, suche ich lieber auf dem Dachboden oder dem Flohmarkt nach alten Schildern aus Holz, Blech oder Porzellan. Auch antike Schnitzerein oder Utensilien aus der Druckerwerkstatt kommen zum Einsatz. In meinem Flur hängt eine Kalligrafie-Übung auf Packpapier großflächig als Poster an der Wand, und sogar Dosen aus Blech sowie ein uralter Zollstock mit sehr schönen Ziffern müssen als Dekoration herhalten.

Und wer jetzt noch mehr Lust auf Typografie bekommen hat, kann sich unter folgendem Link eine Auswahl sehr schöner Poster und Plakate ansehen.

www.smashingmagazine.com

Silvester im Plattenbau

Herold-Center, Norderstedt

Herold-Center, Norderstedt

Ich muss so ungefähr fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein, da lebte ich mit meinen Eltern in Norderstedt, einem kleinen Vorstadtgebiet in der Nähe von Hamburg. Wir wohnten in einer Vierzimmerwohnung eines Plattenbauhochhauses direkt über einem Einkaufszentrum. Diese Bausünde aus den frühen siebziger Jahren war für jeden normalen Menschen ein Graus, aber für ein kleines kreatives Kind das Paradies auf Erden.

Es gab unglaublich viele Spielmöglichkeiten, allesamt natürlich verboten. Man konnte durch die Einkaufspassagen schlendern, in den Geschäften die neusten Spielsachen bestaunen oder ausprobieren, auf Vordächern balancieren, Wasserbomben auf Passanten werfen, im Keller nach Moorleichen suchen oder sich stundenlang auf dem Dachboden verstecken und sich Schauergeschichten ausdenken. Eine wirklich aufregende Welt aus der Sicht eines Kindes.

Doch am meisten beeindruckt hat mich der Ausblick. Kilometerweit konnte man seinen Blick über die Skyline von Hamburg wandern lassen. Da lag es: das Tor zur Welt. Der Ruf der Freiheit. Bei diesem Panorama bot es sich förmlich an, bei uns Silvesterpartys zu schmeißen. Dies taten meine Eltern auch mit Begeisterung.

Kurz vorm Jahreswechsel, das Fest war in vollem Gange, versammelten wir uns auf dem Balkon. Nun stand eines der Highlights auf dem Programm: das Feuerwerk. Man stellte mir einen kleinen Hocker vor die Balustrade, damit ich gerade eben mit dem Kopf über die Brüstung gucken konnte und meine Mutter die Arme wieder frei hatte, damit sie wie die anderen Wunderkerzen schwenken konnte.

Die Uhr schlug Mitternacht. Die Korken flogen, Böller knallten und über der ganzen Stadt funkelten die Lichter. Mittendrin ein kleiner Junge, ganz aufgewühlt, mit großen leuchtenden Kulleraugen, den erstaunten Blick gebannt auf das Lichtspektakel gerichtet. Dieser Anblick blieb unvergessen. Der Rest des Abends auch. Als die Spannung ihren Höhepunkt erreichte, tat ich, was ich immer tat, wenn ich aufgeregt war: Ich leckte hektisch mit meiner Zunge an meiner Unterlippe – und fror so gleich mit selbiger am Balkongeländer fest.

Es ist gar nicht so einfach sich inmitten einer ausgelassenen Silvestergemeinschaft bemerkbar zu machen, wenn man sich mit Worten nicht mehr richtig artikulieren kann. Mein etwas zaghaftes “Ähhh, ähhh ähhh” wurde sofort mit einem Klaps auf den Hinterkopf belohnt. Erst nach geraumer Zeit und mit inzwischen penetrantem Geschrei konnte ich die Erwachsenen dazu bewegen, doch noch nach dem rechten zu sehen.

Das anschließende Gelächter trug nicht gerade zu meinem Wohlergehen bei. Und nur meinem Rehblick war es schließlich zu verdanken, dass sich zumindest die weiblichen Anwesenden schnell wieder fassten und einen Rettungsversuch starteten. Kurzerhand wurde ich von meiner Mutter und meiner Schwester vom Geländer frei gelutscht. Beleidigt verzog ich mich in mein Zimmer. Aber in Kürze sollte ich die Chance auf Rache bekommen!

Wohl um mich zu beruhigen oder aber um endlich wieder in Ruhe weiterfeiern zu können, gaben mir meine Eltern ein paar bunte Luftschlangen. Ich, gar nicht blöde, verkrümelte mich sofort mit meiner Beute auf die Toilette. Man glaubt gar nicht, wie gut ein Haufen aus Papierschlangen brennt, wenn man ein paar angezündete Wunderkerzen reinhält. Dummerweise entflammte auch der Teppich hervorragend und ließ sich nur sehr schwer wieder auspusten.

Wieder einmal wurde mein zaghaftes “Ähhh, ähh, ähhh” konsequent überhört. Doch glücklicherweise hatte die inzwischen einsetzende Rauchentwicklung und das immer heller flackernde Licht ihre Wirkung nicht verfehlt. Nachdem meine Eltern das Feuer erfolgreich bekämpft hatten und der erste Schock über den zerstörten Teppich verflogen war, wurde mir endlich die nötige Aufmerksamkeit zuteil und man ließ mich für den Rest des Abends nicht mehr aus den Augen.

Hibiskus im Glas

www.styleon.deLetztes Jahr in London besuchte ich mit Freunden ein Dim Sum Restaurant. Die Küche war hervorragend, doch wirklich fasziniert hat uns ein Aperitif, der vor dem Essen serviert wurde.

Die Bedienung reichte uns Sektgläser, in denen eine getrocknete und in Sirup eingelegte Hibiskusblüte lag. Anschließend wurden die Gläser mit Champagner aufgefüllt und ein dekoratives Schauspiel begann: Langsam öffneten sich die Blüten und die Perlung des Schaumweins stieg durch sie empor. Das war nicht nur eine wirkungsvolle Idee, es schmeckte auch richtig gut nach einer Mischung aus Himbeere und Rhabarber.

Wieder zurück in Deutschland habe ich mich gleich auf die Suche nach diesen Blüten gemacht, konnte aber leider nichts Vergleichbares finden. Bis heute!

Über den Internetversand styleon.de lassen sich jetzt die Wild Hibiscus Flowers bestellen. Wer also bei seiner nächsten Party seine Gäste verzaubern möchte, sollte diesen Tipp unbedingt einmal ausprobieren!

www.styleon.de

Halbe Rahmen – eine ganze Sache

Halbe RahmenMan würde wahrscheinlich viel häufiger die Bilder an den eigenen vier Wänden wechseln, wenn das nicht mit so viel Aufwand verbunden wäre. Wenn man sich mal wieder durch Passepartouts und Hintergründe gekämpft hat, nach dem Schließen des Rahmens das Ganze umdreht, und das Bild sitzt schief, kann einem der Spaß schon vergehen.

Ich habe neulich eine Ausstellung gehängt, und da war alles anders: Die Rahmen waren zügig und einfach befüllt und in Rekordzeit und stressfrei an der Wand. Das Ergebnis sah wirklich toll aus. Die Wechselrahmen waren von der Firma Halbe, und sie sind genial: Ein flaches Aluminiumtablett hält den Hintergrundkarton, darauf kommen Bild, Passepartout und Glas, und dann wird der Außenrahmen darübergelegt, festgedrückt und hält mit Magnetkraft.

Da man Bild und Passepartout immer im Blick hat, bemerkt man jede Verschiebung rechtzeitig. Auch Fussel oder andere ärgerliche Einschlüsse haben keine Chance. So entspannt habe ich noch nie Bilder gerahmt! Die Rahmen gibt es in vielen verschiedenen Materialien und in jeder Größe, auch nach Maß.

Die nächste freudige Überraschung war dann das Hängen: Halbe liefert auch Galerieschienen und alles Zubehör zum Aufhängen. Trotz großer Rahmen (60×80 cm), einer unebenen Wand, ansteigendem Fußboden und entsprechend schlechten „Messbedingungen“ hingen zehn Bilder in weniger als 40 Minuten – gerade.

www.halbe-rahmen.de

Meeresleuchten

"Aqua Regia Ceiling" Aqua CreationsAls gebürtiger Hamburger übt das kühle Nass eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Egal ob Elbe oder Meer: Kaum bin ich am Wasser, geht es mir gut – nirgends kann ich so sehr bei mir selbst sein, wie an einem schönen Gewässer. Und wenn man mir eine richtig große Freude machen möchte, geht man mit mir in ein Aquarium. Stundenlang kann ich dem bunten Unterwassertreiben zugucken, mich in den sanften Wellenbewegungen, in dem Spiel mit Licht und in der ungeheuren Farbvielfalt dieser geheimnisvollen Welt verlieren.

Vor diesem Hintergrund verwundert es bestimmt niemanden, dass mir fast das Herz stehen blieb, als ich das israelische Designstudio Aqua Creations für mich entdeckte. Denn hier treffen zwei meiner großen Leidenschaften aufeinander: Unterwasserwelten und Design.

Gegründet wurde Aqua Creations 1994 von dem Ehepaar Albi Serfaty (Fotograf) und Ayala Serfaty (Designerin) in Tel Aviv, Israel. Bis heute hat es sich das Duo zur Aufgabe gemacht, über eine künstlerische Herangehensweise mit Möbel- und Beleuchtungsstücken zu experimentieren. Dabei haben sie nie ihre Authentizität und Poesie verloren. Ich kann mit Recht behaupten, dass ich mich in jedes einzelne Stück ihrer von Meereslebewesen inspirierten Kollektion verliebt habe. Und das passiert nun wirklich nicht oft. Also unbedingt angucken:

www.aquagallery.com

Alles andere als dünner Sound

Flat, Flexible Loudspeaker Wann immer ich eine neue Wohnung beziehe oder ein Zimmer neu einrichte, baue ich zuerst meine Musikanlage auf. Und jedes Mal ärgere ich mich maßlos darüber, dass meine Boxen nie so ganz in mein Wohnkonzept passen wollen. Trotz ihrer verhältnismäßig kleinen Größe erscheinen die schwarzen Kästen immer viel zu klobig und den Kabelsalat bekommt man auch nur mehr schlecht als recht hinter Fußleisten und Kabelkanälen versteckt.

Doch damit ist nun vielleicht bald Schluss.

Britische Ingenieure haben ein neues Lautsprechersystem entwickelt, das revolutionäre Anwendungsmöglichkeiten verspricht. Die so genannten Flat, Flexible Loudspeaker (FFL) sind gerade mal ein Viertel Millimeter dick, versprechen einen sehr zielgerichteten Klang und lassen sich mit jedem beliebigen Motiv bedrucken. Man könnte sie somit einfach als dekoratives Bild an die Wand hängen oder sie ganz einfach unter der Tapete verstecken. Und genau das käme mir sehr entgegen: Ich könnte endlich meine 7.1 Dolby Surround Anlage ohne sichtbare Boxen aufstellen. Genial oder?

www.warwickaudiotech.com

Wohnen wir bereits in der Zukunft?

Illustration OLED-TechnologieHaben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie wir wohl zukünftig leben und wohnen werden? Welche neuen technischen Errungenschaften können sich durchsetzen und es in unseren Alltag schaffen? Und wie werden diese neuen Erfindungen unser Leben beeinflussen?

Des Öfteren stelle ich mir diese Fragen. Dabei vergleiche ich gern die Zukunftsvisionen von damals mit der Realität von heute.

In den sechziger Jahren zum Beispiel waren flache, an der Wand hängende Fernsehgeräte pure Science Fiction. Heute gehören Plasma- und LCD-Fernseher schon fast in jeden Haushalt. Tragbare Telefone, die bequem in die Hosentasche passen, waren damals undenkbar. Jetzt können wir uns ein Leben ohne Handy gar nicht mehr vorstellen.

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Nichts für Klaustrophobiker

Kapselhotel in TokioTokio-Yokohama in Japan ist die größte Metropolregion der Welt. Auf einer Fläche von 13.556 Quadratkilometern leben ca. 37,2 Millionen Menschen. Das sind 2.744 Einwohner pro Quadratkilometer. Bei einer so hohen Bevölkerungsdichte muss man besonders findig sein, um die wenigen Ressourcen und das geringe Platzangebot sinnvoll nutzen zu können.

In dieser buchstäblich aus allen Nähten platzenden Region haben japanische Hoteliers aus der Not eine Tugend gemacht und ein besonders günstiges Unterbringungskonzept entwickelt. Viel Komfort darf man allerdings nicht erwarten. Die Rede ist von Kapselhotels – eine in Europa noch relativ unbekannte Form der Unterkunft. Lesen Sie mehr