Als (gelernter) Hamburger bin ich von der Überzeugung durchdrungen, in der schönsten Stadt Deutschlands zu leben. Und Rang zwei? Die Silbermedaille gebührt meiner Ansicht nach der östlichsten Stadt des Landes: Görlitz.
Wer sich von der Richtigkeit meiner These überzeugen möchte, hat dazu kostenlos Gelegenheit: Unter dem Motto „Schau doch mal rein! Probewohnen in Görlitz“ können Interessenten eine Woche lang in einer von IKEA eingerichteten Drei-Zimmer-Altbauwohnung im Görlitzer Gründerzeitviertel wohnen (und auf Wunsch zwei eigene Möbelstücke mitbringen). Sie müssen sich lediglich ein paar wissenschaftlich motivierte Fragen gefallen lassen, denn es handelt sich um ein staatlich gefördertes, von der Technischen Universität Dresden begleitetes Projekt des sogenannten Revitalisierenden Städtebaus. Das Modellvorhaben, gestartet im Herbst 2008, wird wegen des großen Erfolges bis Sommer 2010 fortgesetzt.
www.probewohnen-goerlitz.de
Lesetipp:
www.monumenteonline.de/
Tags: Ikea, Termine, Wohnen
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Während Sie noch rastlos damit beschäftigt sind, Ihren Tisch auf der Suche nach dem idealen Standplatz im Zimmer hin und her zu bugsieren, verrate ich Ihnen schon mal einen Trick für später. Es geht um Ihre Hängeleuchte, die den Tisch eines Tages erhellen soll – genauer: um deren Fixierung an der Decke. Wo genau muss der Schraubhaken sitzen? Sie werden staunen, wie simpel sich der Punkt ermitteln lässt.
Sobald das Möbel seine endgültige Position eingenommen hat, bestimmen Sie mit Zollstock oder Maßband die Mitte der Tischplatte. Dort stellen Sie senkrecht eine Taschenlampe auf, deren Lichtkegel sich möglichst engwinklig bündeln lässt, und markieren das Zentrum des Lichtscheins an der Decke – exakt dort platzieren Sie dann die Befestigung. Sollten Sie nicht zu den Traditionalisten gehören, die eine Taschenlampe benutzen, greifen Sie stattdessen zum Laserpointer.
Ganz im Vertrauen: Sind Sie unverbrüchlich davon überzeugt, dass Ihr Tisch direkt von oben beleuchtet werden soll? Damit die Umsitzenden ihr jeweiliges Visavis erkennen können, muss die Lampe ja in einer gewissen Höhe hängen; das wirkt sich unangenehm aus, sofern die Augen von der Lichtquelle geblendet werden können. Oftmals führt eine Lichtregie, die sich vom Prinzip der senkrecht über dem Tisch platzierten Leuchte frei macht, zu den vorteilhafteren Resultaten.
Tags: Beleuchtung, Leuchte, Tipp
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Wien ist dem überzuckerten Lipizzaner-Fiaker-Walzertakt-Stereotyp immer um ein paar attraktive Facetten voraus. Während meiner neuerlichen Entdeckungstour besuchte ich (Ehrensache für einen SCHÖNER WOHNEN Redakteur!) das „Hofmobiliendepot – Möbel Museum Wien“, gelegen in einer Seitengasse der geschäftigen Mariahilfer Straße. Während der seligen Zeiten der Habsburgermonarchie verstand man unter Mobilien sowohl Möbel im geläufigen Sinne als auch mobile Ensembles jedweder Größenordnung: Es war üblich, sogar notwendig, das Innere der Sommerresidenzen zum Saisonstart jeweils aufs Neue zu bestücken, denn für eine ganzjährige – demnach im Winter ungenutzte – Möblierung gab es nicht genügend Inventar. Exzeptionelle Anlässe, zum Beispiel Krönungszeremonien, konnten karawanengleiche Umzugsmanöver in europaweiter Dimension auslösen. Start und Ziel: das Hofmobiliendepot zu Wien. Lesen Sie mehr
Tags: Design, Möbel, Reisetipps
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Und? Wie sieht es nun bei Ihnen aus? Knipsen Sie nach wie vor Glühbirnen an? Haben Sie sich mit diesen Leuchtknollen vielleicht sogar bevorratet, um über das Jahr 2012 hinaus gerüstet zu sein? Oder vertreiben Sie die Dunkelheit bereits mit Energiesparlampen, wie es der Intention des am 1. September 2009 in Kraft getretenen und im Laufe von drei Jahren etappenweise sich verschärfenden EU-Glühbirnenverbots entspricht?
Leuchten Ihnen die zukunftsträchtigen Lichtquellen ein? Welche Unterschiede fallen Ihnen im Alltag auf – in puncto Handhabung, Helligkeit, Atmosphäre, Energiebilanz?
Bitte erzählen Sie mal! Klicken Sie einfach auf den Link „Kommentar schreiben“ – und los geht’s.
Übrigens: Der zuweilen als Lichtpapst apostrophierte Designer Ingo Maurer, ein leidenschaftlicher Liebhaber der guten alten Glühlampe, präsentierte auf der Mailänder Möbelmesse 2009 ein milchfarbenes Schein-Präservativ zur Vermummung von Klarglas-Birnen, damit diese zwecks milderen Lichts den Charakter von Mattglas-Birnen annehmen. Im Interview mit der Wochenzeitung DIE ZEIT gibt er zu bedenken: „Unser Euro-Condom besteht aus hitzebeständigem Silikon. Handelsübliche Kondome sind aus Latex und wohl nicht hitzebeständig. Das Produkt ist allerdings ausschließlich zur Anwendung auf einer Glühbirne gedacht, das möchte ich betonen. Wir wollen nicht für irgendwelche Geburten verantwortlich sein.“
www.ingo-maurer.de
Tags: Beleuchtung, Energiesparlampe, Leuchte
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Was ist ein Weinglas? Blöde Frage – ein Weinglas ist ein Weinglas! Und was sind zwei Weingläser? Zwei Weingläser sind eine Türklingel.
Was ist ein Filmdöschen? Ein auf sich allein gestelltes Filmdöschen ist ein in digitalisierten Zeiten existenziell bedrohtes Filmdöschen. Und was sind zwei Filmdöschen? Zwei Filmdöschen sind Salz- und Pfefferstreuer, die zu zweit einer zwar weiterhin analogen, aber tischfeinen Zukunft entgegenwürzen.
Was ist ein Kleiderbügel – nun gut, schon klar. Und übrigens: Zehn Kleiderbügel sind eine Obstschale.
Werden schlichte Dinge scheinbar naiv befragt, von Kunst und Handwerk mit listigem Blick umgedeutet, dann offenbaren selbst sprödeste Alltäglichkeiten eine quasi selbstironische Doppelnatur. Zugleich bleibt dem vermeintlich Ausgedienten ein anonymes Ende auf der gleichmacherischen Müllhalde erspart: Autoreifen dürfen sich zu Sitzgruppen formieren, Waschmaschinentrommeln zu Schauvitrinen, Ölfässer zu Beistelltischen, Büroklammern zu Kronleuchtern.
Das Verdienst der Autorin besteht darin, dass sie in ihrem Buch die Waage hält zwischen (marktgängigen) Kreationen namhafter, humorbegabter Designer einerseits und praktikablen Bauanleitungen andererseits, womit sie alle Nicht-beidseitig-Linkshändigen zum Mitmachen anstiftet. Schließlich sei der Verlag gerühmt – für diese editorisch überaus sympathische Publikation.
Henrietta Thompson: „Mach Neu aus Alt – Welt retten, Geld sparen, Style haben“, 272 Seiten, 24,95 Euro, Edel Verlag
www.edel.de
Tags: Buchtipp, Design
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Chefs gibt es in zwei Sorten. Chefs der einen Sorte erreichen ihr Chefbüro in der Chefetage über Treppenstufen. Chefs der anderen Sorte erreichen ihr Chefbüro in der Chefetage mit dem Lift. Und dann gab es noch Tomás Bat’a. Für ihn als Chef waren Chefbüro, Chefetage und Lift ein und dasselbe.
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Tags: Ausstellung, Museum, Pinakothek der Moderne
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Es war einer dieser strahlend sonnigen Tage, wie sie typisch sind für Hamburg, und man war geladen in eine festliche, dem Alltag entrückte Szenerie, in den Jenischpark – mit dem klassizistischen Landhaus im Rücken und einem grün gerahmten, vom Blau des Himmels überwölbten Blick hinunter zur Elbe. So formidabel lässt sich profanes Interesse umkleiden: die werbliche Präsentation neuer Bücher. Lesen Sie mehr
Tags: Buchtipp, Geschenkideen
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Na, wenn das kein Indiz für toleranten Pluralismus ist: ein Hoflieferant, der – frei von Dünkel – auch uns Bürgerliche bedient. Der Online-Shop www.deinhoflieferant.de kapriziert sich auf „Dekorationsartikel für Menschen mit dem Wunsch nach etwas Individuellem“ und versteht darunter im Einzelnen: Gepolstertes, Genähtes, Gefilztes und Gefädeltes. Die herzigen, knuffigen, schnuckligen Produkte treten in Gestalt von gepolsterter Kindergarderobe, genähten Menagerien, gefilzten Bilderrahmen und gefädelten Ketten auf, als Blumenvasen in Form von genähten und gefilzten Teekannen, als dekorierte Holzkisten, Filz- und Tragetaschen – das Ganze in Formen, Farben und Größen sonder Zahl.
Wer den bloßen Blickkontakt via Internet als nicht hinreichend sinnlich empfindet und sich zudem in Düsseldorf aufhält, hat in drei dort ansässigen Läden Gelegenheit zu physischer Fühlungnahme.
Tags: Accessoires, Deko, Design
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