
"PH Zapfen" von Louis Poulsen, "Norm 69" von Normann Copenhagen
Als Praktikantin bei SCHÖNER WOHNEN wurde ich mit wunderschönen Sofas, Regalen, Leuchten, Stühlen, Tischen und vielem mehr konfrontiert. Das eigene Geld beisammen zu halten, wenn man gerade eine Leuchten-Fotostrecke mit der spannenden Leuchte “PH Zapfen” von Louis Poulsen bearbeitet, fällt dementsprechend schwer. Da ist es nicht leicht für sich selbst eine günstige Leuchte zu finden, die nicht einfach nur ein billiger Abklatsch ist. Dennoch: Ich habe Möbel entdeckt, die nicht 5.000 Euro und mehr kosten und mir trotzdem das Gefühl geben, meine Wohnung mit einem Designerstück aufgewertet zu haben.

"Silvia" von Ikarus
Wie gesagt: Interessante Deckenlampen haben es mir angetan. Die “PH Zapfen” von Louis Poulsen ist ein Stück, das ich gern besitzen würde. Mit ca. 6.500 Euro sprengt sie aber mein Budget. Normann Copenhagen hat mir darum mit der “Norm 69″ einen besonders großen Gefallen getan. Die Leuchte ist keine simple Kopie. Sie sieht anders aus, vor allem leichter und luftiger. Es gibt die Leuchte in vier verschiedenen Größen und kostet zwischen 90 und 245 Euro. Wer es lieber noch günstiger haben möchte, kann sich “Silvia” von Ikarus kaufen. Sie kostet 50 Euro bei einem Durchmesser von 45 cm. Sie ist zwar etwas anders geformt, ist aber nichtsdestotrotz eine tolle Leuchte für hohe und niedrige Decken.
Ein günstiges, aber hübsches Sofa zu finden, ist das nächste Problem. Richtig kompliziert wird es, wenn man neben dem schönen Design auch die praktischen Aspekte nicht vernachlässigen will. Ein atemberaubender Zweisitzer aus Velourleder ist für eine WG nämlich unpraktisch, ein durchgesessenes Samtsofa von Oma dagegen unzumutbar.
An Ledersofas habe ich mich bisher ebenfalls nie heran getraut. Sie waren für mich immer unerschwinglich. Ich machte mir nie die Mühe, überhaupt nach welchen zu suchen, weil ich hundertprozentig sicher war, dass der Preis viel zu hoch sein würde. Das Sofa “Soho” von Avandeo hat mich nun aber mit Aussehen und einem Preis von ca. 850 Euro überzeugt. Schwarzes Rindsleder, Steppnähte und sogar Platz für vier Personen. Das Leder übersteht eine WG-Party ohne Probleme und ist mit einer Lederpflege einfach zu reinigen. Kein Schrubben, wenn das Rotweinglas umfällt und kein Streit, weil nicht klar ist, wessen Haftpflichtversicherung nun dafür aufkommen muss. Zwei Sorgen weniger.
Lampe und Sofa sind schon mal günstig, aber hochwertig erworben. Was fehlt, sind jetzt noch Stühle für meinen Esstisch. Der “Louis Ghost”-Stuhl von Kartell gehört zu meinen Lieblingen. Es ist schwer einen Stuhl in einer günstigeren Preisklasse zu finden, der genauso modern und gleichzeitig klassisch ist wie der Ghost-Stuhl. Ikea hat jedoch den Stuhl “Tobias” im Sortiment. “Tobias” ist zwar kein “Louis Ghost”, aber sein Aussehen spricht mich an. Er erinnert mich von der Form her an einen klassischen Stuhl aus den 60ern, das Acryl holt ihn in die Gegenwart. Der Preis liegt bei 80 Euro.
Es ist nicht immer einfach, aber auch Normal- bis Wenigverdiener können sich Design in die eigenen vier Wände holen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. Manchmal ist die Suche beschwerlich, aber es lohnt sich.
Text: Beatrice Beckmann


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