
"o.T." von Lambert Kamps, Foto: Ilda Kim & Kirstin Griech / "Atlas" Johannes Marmon, Foto: Daniel Schludi
Er gehört zu Weihnachten wie bunte Eier zu Ostern, ausgehöhlte Kürbisse zu Halloween oder Raketen zu Silvester – der Weihnachtsbaum. Dass es dabei nicht immer ein herkömmlicher Baum sein muss, zeigt die Ausstellung “Oh Tannenbaum – designer christmas trees” der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe (HfG Karlsruhe).
Traditionalisten müssen jetzt ganz stark sein. Denn wer den klassischen Tannenbaum mit roten Kerzen und goldenen Anhängern liebt, der sollte besser ins nächste Kaufhaus gehen, statt in die Ausstellung “Oh Tannenbaum!”. Da geht es dem gängigen “Schönheitsideal” des Weihnachtsbaums nämlich gehörig an den Kragen. Und genau das ist so unterhaltsam.
In diesem Jahr findet “Oh Tannenbaum!” bereits zum achten Mal statt. Zusammen mit der HfG Karlsruhe organisieren die Produktdesigner Johannes Marmon und Johannes Müller die Ausstellung. Dafür hatten sie stets Kollegen, Künstler und Studenten aufgerufen, sich kritisch mit dem Thema Weihnachtsbaum auseinander zu setzen.
Diesmal gab es einen offenen Wettbewerb, an dem jeder teilnehmen durfte und seine persönliche Interpretation des Tannenbaums einsenden konnte.
Denn darum geht es den beiden Produktdesignern, die mittlerweile ihr eigenes Studio jjoo.design führen: Um Kreativität und Persönlichkeit. Schließlich verbindet jeder mit Weihnachten und dem Christbaum etwas anderes. Das kann Vorfreude, Gemütlichkeit oder aber Frustration und Einsamkeit sein. Wer mitmachen wollte, der konnte seiner Kreativität freien Lauf lassen. Jegliche Medien und Formen waren willkommen – Texte, Bilder, Plakate, Sound, Installationen, Objekte oder Interaktives.
Die Ausstellung findet vom 17.-21. Dezember in der Hochschule für Gestaltung, Lorenzstraße 15 in Karlsruhe statt. Die besten Werke werden von einer Jury prämiert und ausgezeichnet. Besucher erwarten skurile, witzige und ungewöhnliche “Tannenbäume”.

"Driving Home For Christmas" von Cornelia Sieg / "o.T." von Volker Albus, Foto: Daniel Schludi
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