Einer der aufwändigsten Beiträge im neuen Oktober-Heft von SCHÖNER WOHNEN (Fotostrecke dazu auf schoener-wohnen.de) zeigt die Renaissance romantischer, poetischer, verspielter Formen im Design. Lange waren sie ja tabu, der alles bestimmenden Funktionalität zuliebe. Eine These, die wir im Heft aufstellen, geht so: Erst allerneuste Technik erlöste die Designer von dem selbstgewählten Bannfluch, der ihnen alles Dekorative verbot.
Dazu gibt es ein spektakuläres Beweis-Video im internet. Die schwedische Designgruppe Front (die für Moooi genauso wie für Ikea märchenhafte Leuchtenfüße entwarf) demonstriert, wie aus purer Bewegung eine Form entstehen kann, möglich gemacht durch eine Verbindung zweier Techniken. Eine kommt aus dem Trickfilmbereich und importiert Bewegungen in die Abstraktion eines Computerprogramms – die dann über einen so genannten 3D-Printer in Kunststoff wiederum modelliert wird. Sehr faszinierend, man schaut in ein Stück Zukunft. Und die ist auch technisch gerne wieder verspielt.
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