SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Archiv für September 2009 (8)

Wohnwelten/6: Bodenbelag WPC für den Balkon

Nicht meine Terrasse, aber ein schönes Beispiel für Als-ob-Holz von TimbertechBalkonsanierung steht an, ein neues „Deck“ ist fällig bevor das Wetter komplett umschlägt, und da kommt der Laie beim Recherchieren vom Hölzchen aufs Stöckchen – oder, besser gesagt: vom Tropenholz zum Wunderholz.

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Gute Zeiten für schlechte Zeichen?

ZinkenMehr als 50 Jahre meines Lebens mussten vergehen, bis dass mir der Begriff „Gaunerzinken“ zum ersten Mal begegnete. Das geschah jüngst in Graz, wo ich mich urlaubshalber aufhielt und die Ausstellung (keine Tippfehler:) „Gute Zeichen – Schlechte Zeichen“ im Volkskundemuseum des Landesmuseums Joanneum besuchte.

Was man mit unverbildetem Blick für kindliche Kritzeleien halten und arglos ignorieren könnte, sind zuweilen – so lernt der Betrachter – absichtsvoll an Türen, Briefkästen, Klingeltafeln oder Gegensprechanlagen hinterlassene Strichcodes, mit denen sich Einbrecherbanden oder deren Kundschafter zum Beispiel darüber verständigen, ob in dem betreffenden Anwesen etwas zu holen ist, ob eine Alarmanlage existiert, ob die Bewohner bewaffnet sind, Zinkenob es sich um eine alleinstehende Frau handelt, ob ein Hund lauert oder ob das Objekt bereits ausgeraubt wurde.

Diese sogenannten Zinken – abgeleitet von signum (lateinisch: Zeichen) beziehungsweise zinko (althochdeutsch: Zacke, Spitze) – waren dereinst im Mittelalter gebräuchlich und erleben nach Beobachtung der österreichischen Polizei gegenwärtig „ein kleines Comeback“, das in den Medien des Landes einige Resonanz fand. Während einerseits appelliert wird, die Gefahr nicht zu überschätzen, empfiehlt andererseits ein Merkblatt: „Wenn Sie Gaunerzinken im Umfeld Ihrer Wohnung entdecken, entfernen Sie diese! Machen Sie Ihre Nachbarn darauf aufmerksam. Vielleicht entdecken Sie weitere markierte Stellen.“

www.museum-joanneum.at

Illustrationen: www.code-knacker.de

Mit HighTech zur Poesie: Video von Front

Leuchtenfüsse MooiEiner der aufwändigsten Beiträge im neuen Oktober-Heft von SCHÖNER WOHNEN (Fotostrecke dazu auf schoener-wohnen.de) zeigt die Renaissance romantischer, poetischer, verspielter Formen im Design. Lange waren sie ja tabu, der alles bestimmenden Funktionalität zuliebe. Eine These, die wir im Heft aufstellen, geht so: Erst allerneuste Technik erlöste die Designer von dem selbstgewählten Bannfluch, der ihnen alles Dekorative verbot.

Dazu gibt es ein spektakuläres Beweis-Video im internet. Die schwedische Designgruppe Front (die für Moooi genauso wie für Ikea märchenhafte Leuchtenfüße entwarf) demonstriert, wie aus purer Bewegung eine Form entstehen kann, möglich gemacht durch eine Verbindung zweier Techniken. Eine kommt aus dem Trickfilmbereich und importiert  Bewegungen in die Abstraktion eines Computerprogramms – die dann über einen so genannten 3D-Printer in Kunststoff wiederum modelliert wird. Sehr faszinierend, man schaut in ein Stück Zukunft. Und die ist auch technisch gerne wieder verspielt.

SENZ-Umbrella: Eins zu null gegen das Wetter

www.senzumbrellas.comSelbst der scheußlichste Schauer verliert seine Würde, wenn noch Sturmgebraus dazukommt. Die von böswilligen Böen gebeutelten Tropfenprojektile machen einen Regenschirm, der zur Abwehr idealerweise senkrecht herabnieselnden Niederschlags bestimmt ist, im günstigsten Falle nutzlos, im weniger günstigen Falle abwrackreif. Wer sich zeitlebens gegen grimmig grollende Westwinde stemmen muss, kann ein garstig Lied davon singen, weshalb ein neuartiges Hilfsmittel zur witterungsseitigen Selbstverteidigung keineswegs zufällig in den Niederlanden ertüftelt wurde.

Ich hätte einen dieser aus Delft stammenden Spezialschirme gern einem gnadenlosen Praxistest ausgesetzt, kann jetzt aber nicht länger warten: Hier bei uns in Hamburg scheint bekanntermaßen Tag für Tag unentwegt andauernd permanent beharrlich immerzu in einem fort die Sonne, und das bei totaler Windstille. Also verlasse ich mich auf Erfahrungsberichte aus dem Internet und persönliche Empfehlungen, die glaubhaft versichern, dass dieses ausgeklügelt asymmetrische Teil dank seiner aerodynamischen Kontur auch von tückisch tosendem Gestöber nicht zusammengepresst, umgestülpt oder gar zerfetzt, sondern cw-optimiert umströmt und aufrecht gehalten werde. Mit so einer Defensivwaffe fange man sich statt nerviger Nässe nur die zwischen Belustigung und neidvollem Begehren oszillierenden Blicke der Mitwelt ein.

SENZ-Umbrellas gibt’s in den Größen „Mini“, „Original“ und „XL“ (ca. 40, 50 und 60 Euro) jeweils in verschiedenen Uni-Farben.

www.senzumbrellas.com

Zu beziehen über www.variante.de

Design zum Mitnehmen: “Luka Luna” in Paris

Luka LunaSchon wieder geht die Zeit in einer der schönsten Metropolen dem Ende entgegen und schon wieder bin ich auf der Suche nach etwas für die Liebsten zu Hause ohne „Paris“- Aufdruck. Im 4e Arrondissement in der Rue de la Verrerie stoße ich auf einen kleinen Laden vollgestopft mit Design zum Mitnehmen. Ausgewählte Schönheiten für Tisch und Tafel, Leuchten und Accessoires, die fast alle noch ins Handgepäck passen, z.B. von der finnischen Firma Muuto oder Ibride aus Frankreich. Eine kleine Insel zum Stöbern im lebendigen Marais.

Luka Luna
77, rue de la Verrerie
75004 Paris
Telefon und Fax: 0033 (0) 1 – 48 87 28 18

www.lukaluna.com

SCHÖNER WOHNEN Sauberlaufmatten

SCHÖNER WOHNEN-KollektionEs ging heiß her, als wir uns im Juli im Hamburger Verlagshaus trafen, um zu entscheiden, was wir unseren Lesern und Fans demnächst zu Füßen legen. Draußen knallte die Sonne erbarmungslos vom Himmel und drinnen diskutierten wir bei gefühlten 40 Grad Celsius über Sauberlaufmatten. Sauberlaufmatten? In der Umgangssprache nennt man diese kleinen Teppiche auch Abtreter. Sie liegen im Flur oder vor der überdachten Haustür, um Schmutz und Nässe aufzunehmen. Ein praktischer Gegenstand, dem man oft leider nicht genügend Aufmerksamkeit entgegen bringt. Das wollten wir ändern. Unsere Sauberlaufmatten sollen schönes Wohnen garantieren.

Nur wie das aussieht, darüber gab es geteilte Meinungen. Zu schlicht, zu kitschig, die Gummilippe zu breit. Was dort auf dem Boden ausgebreitet lag, wurde ganz genau unter die Lupe genommen – vor allem von meiner Kollegin Bettina, der Textildesignerin unter uns. Die muss es ja wissen, schließlich hat sie sich jahrelang mit Formen und Farben auf Geweben beschäftigt. Sie war streng, ließ Verkaufsargumente links liegen. Schließlich haben wir einen Ruf zu verlieren. Dann konnten wir uns doch noch einigen. Freuen Sie sich auf die neuen Sauberlaufmatten aus der SCHÖNER WOHNEN Kollektion. Der Herbst steht vor der Tür und die praktischen Abtreter warten pünktlich ab November 2009 in den schönsten Mustern und Farben in den Regalen der Bau- und Fachmärkte, um Ihnen das Leben leichter und schöner zu machen.

Direkt ins Herz: Bildband “Antarctic”

AntarcticTierfotos sind eigentlich nicht so meine Sache. Meine Kinder „dekorieren“ ihre Zimmer mit jedem Tierposter, dessen sie habhaft werden. Die meisten zeigen Tierbabys, sind kitschig und – Gott sei Dank – nach drei Wochen zerfetzt. Doch jetzt hat mich ein ganzer Bildband über Tiere der Antarktis nicht nur gefesselt, viele der Fotos gehen direkt ins Herz. So schön, so einmalig und so nah dran. Der Hamburger Fotograf Michael Poliza hat eine ganz persönliche, fast schon intime Art, unter anderem Robben, Möwen, Eisbären und Pinguine in ihrem natürlichen Lebensraum zu zeigen – da wird jedes der 180 Fotos zum Kunstwerk. Auch besonders schön: Die großformatigen, doppelseitigen Fotos sind komplett ohne Text, Erläuterungen zu jedem Bild gibt es am Ende des Buches. Und das hat es in sich: Es wiegt 7 kg und ist 30 x 38 cm groß. Kaufen, verschenken, eintauchen!!!!

Antarctic, Michael Poliza, teNeues Verlag, 98 Euro

www.teneues.de

Das Multiholk Vogelhaus

www.schwedenstil-garten.deStadtvilla mit vier bis acht Zimmern, hell, Ausrichtung Südwesten, grüne Umgebung und total bezahlbar – für meine Vögel im Garten. So chic würde ich auch gern wohnen und von Herzen gönne ich es meinen kleinen Freunden. So können sie entspannt ein Nestchen bauen und ihre Kinder dort großziehen. Im Winter allerdings dient es auch als Futterplatz, denn es ist ein Multiholk: eine Kombination aus Nist- und Futterhaus, in dem das Futter in der feuchten Jahreszeit vor Nässe geschützt wird.

Ich bin übrigens ein netter Vermieter – ein bisschen  Gezwitscher reicht mir als Miete!

www.schwedenstil-garten.de