
2010 findet in Shanghai die nächste Expo statt. Und der Deutsche Pavillon verspricht eine absolute Sensation zu werden. Der Auftrag der Bundesregierung hieß: Ein Gebäude zu entwerfen, das die hochaktuelle „urbane Verdichtung optisch wie inhaltlich in Balance bringt“, also Ökologie, Architektur und (die aktuellen Ansprüche an den) Städtebau in Einklang miteinander bringt. „Balancity“ heißt das Motto des deutschen Beitrags. Der dreiteilige Komplex ist höchst spektakulär und zeigt deutsche Architektur in geradezu futuristischer Manier: Der Ausstellungskörper scheint frei über dem Gelände zu schweben. Er wirkt stabil und grazil zugleich. Die extrem unterschiedlichen Körper erzeugen im optischen Zusammenspiel ein verblüffendes Gleichgewicht. Die Gesamterscheinung betont Vielfalt und Polariät. Lebendigkeit und Abwechslung werden gleichermaßen ausgedrückt. Die Architekten Schmidhuber + Kaindl aus München zu ihrem Entwurf in allerfeinstem Fachjargon: „Der Deutsche Pavillon zeigt Tendenzen urbaner Räume. Stadtraum und Landschaft verschneiden sich zu einem Nebeneinander. Der Besucher bewegt sich in einem dynamischen, dreidimensionalen Stadtraum mit vielfältigen Blickbeziehungen und spannenden Raumeindrücken.“
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