SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Archiv für den 12. August 2009 (1)

Nur echt mit dem Plopp: Deckelöffner

Deckelöffner Jar Key von Brix Design A/SKommt es zur Erstbegegnung zwischen Mensch und Marmeladenglas, zwischen Mensch und Saure-Gurken- oder Wiener-Würstchen-Konserve, liegt sogleich muskelspielendes Kräftemessen in der Luft: Wie lange wird der Schraubdeckel diesmal in vakuumbedingter Reglosigkeit verharren, wann endlich wird er dem appetitgetriebenen Drehmoment nachgeben?

Die Techniken sind zahlreich: Konservenglas in heißem Wasser baden, bis dass die Expansion des Inhalts einen zielführenden Gegendruck aufbaut – kostet Zeit und Wärmeenergie. Die in der Haushaltswarenfachabteilung erworbene Drehgreifzange ansetzen, dann beherzt quetschrotieren, bis dass die im Gewinde erstarrte Nettomasse ihren Widerstand aufgibt – kostet Zeit und Kraft. Mit dem Kondensmilchdosenpiker ein Loch in den Deckel stanzen, auf dass einströmende Luft das Vakuum ungeschehen mache – blecherner Krach, Deckel kaputt.

Ich hab’ da was Besseres: Das Ding heißt “JarKey” und ist nicht neu. Dieser Kunststoffhebel, äußerlich ein Zwitter aus Flaschenöffner und Schuhlöffel, greift mit einer Klaue unter den Rand des Schraubdeckels und verbiegt ihn spurlos gerade so weit, dass mit dezentem Pfff! Luft ins Konserveninnere eindringen und sich das Blech mit vernehmlichen Plopp! entspannen kann. Der Kraftaufwand liegt fast bei null, die Erfolgsquote fast bei hundert. Ersonnen hat das der dänische Designer Alf Rimer, gefertigt die ebenfalls dänische Firma Brix A/S.

Den Deckelöffner “JarKey” gibt’s in verschiedenen Farben zum Preis von ungefähr 5 Euro.
www.brixdesign.com