SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Archiv für den 11. August 2009 (1)

Thonets Schaukelstuhl Nr. 1 in limitierter Auflage

ThonetEs zischt und dampft gefährlich, wenn bei Thonets im hessischen Frankenberg die Öfen geöffnet werden. Vorsicht, jetzt wird’s heiß! In dieser Werkshalle stehen keine normalen Öfen. Diese hier sind riesig lang, denn in ihnen werden massive Holzstäbe mittels Hitze und Wasser geschmeidig gekocht. Jetzt muss alles schnell gehen: Zwei Männer, eine alte Eisenform und viel Kraft machen aus einem Stückchen Holz eine wohl geformte Stuhllehne. Wenn alles gut geht. Wenn das Holz nicht doch splittert und die Drehung perfekt ist. Es braucht viel Know-how, will das Handwerk gelingen.

Einmal im Jahr darf man den Männern über die Schulter schauen und verstehen, warum Bugholzmöbel etwas ganz besonderes sind. Dann nämlich, wenn Thonet seine Tore für alle öffnet und Neugierigen und Schnäppchenjägern ein bisschen vom Mythos Thonet preisgibt. Wer einmal dort war, der versteht, warum die Bugholzmöbel, die bereits seit 190 Jahren gefertigt werden, ihren Preis wert sind, und möchte so einen Klassiker besitzen.

Schaukelstuhl Nr. 1, Thonet

Und ab Herbst kann man sogar auf ihm schaukeln. Dann schmeißt die Familie nämlich 25 Exemplare des „Schaukelstuhl Nr. 1“ auf den Markt. Eine handwerkliche Meisterleistung, gefertigt mit original Werkzeugen und der erste Relaxer aus gebogenem Massivholz. Ein lustiges Möbel, das vielleicht doch eher etwas für Liebhaber ist, schließlich muss man tief in die Tasche greifen, will man ihn sein eigen nennen. Stolze 6.500 Euro soll er kosten. Aber nicht traurig sein, es gibt ja noch die Lightversion in Sachen Bugholz, den legendären Caféhausstuhl, und den kann man sich leisten.

www.thonet.eu