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Architektur und Musik

Architektur und MusikJeder kennt es von sich selbst: Es gibt Musik fürs Autofahren, zum Putzen, im Urlaub, bei guter Laune und so weiter. Musik, die der Situation entspricht, die eine Stimmung ausdrückt, bewegt und auch Handlungen beeinflusst. Immer sehr subjektiv, aber mit großem Effekt. Ich komme darauf, weil ich mich schon seit meinem Studium oft gefragt habe, wie sehr Musik Einfluss nehmen kann auf den architektonischen Gestaltungsprozess. Es geht dabei jetzt weniger um eine Abhandlung über die Zusammenhänge von Architektur und Musik, die es in vielfacher Hinsicht (psychologisch, physiologisch, geometrisch, funktionell, historisch etc.) schon in Büchern, Dissertationen und im Internet zu lesen gibt, sondern vielmehr um die eigene subjektive Erfahrung, die ich gemacht habe.

Im Studium und auch später im Büro war es immer wichtig für mich, neben der Analyse des Ortes und den funktionellen Anforderungen eines Entwurfes auch die zu ihm passende Musik zu finden. So wie man sich über die sachliche Analyse einer Bauaufgabe annähert, ist es genauso wichtig, durch Begehung ein Gefühl für den Ort und die vorherrschende Atmosphäre zu erhalten. Um dieses Gefühl ausdrücken zu können, gab es bei mir immer eine zum Projekt passende Musik, die mich bei den Gedanken zum Entwurf unterstützte. Mal mutig, mal traurig, mal beschwingt oder manchmal auch einfach nur Stille. Musik inspiriert zu Form, Farbe und Ausdruck und kann so den Gestaltungsprozess meiner Meinung nach maßgeblich fördern.

Worauf ich dabei hinaus will, ist die Frage, wieso einiges an gebauter Umwelt um uns herum so leblos und ausdruckslos ist? Inspiriert von Kostenvorgaben und Raumprogrammen, aber nicht mehr durch den Ort, die Musik, die der Ort enthält. Und somit auch die Frage, ob Architekten nicht manches Mal doch ein wenig mehr Musik beim Entwerfen hätten hören sollen, damit die Architektur uns bewegt?

Ein kleines Beispiel dafür, wie Musik, Graphik und Architektur zusammenhängen können:

www.vimeo.com

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