SCHÖNER WOHNEN – Redaktionsblog

Archiv für April 2009 (8)

Der schönste Job der Welt

SCHÖNER WOHNEN TapeteWas mache ich hier eigentlich? Das habe ich gedacht, als ich kürzlich um 6.00 Uhr früh am Hamburger Flughafen stand und auf die Abflugtafel schaute. Mein Flug nach Köln war gestrichen. Dafür hatte ich mich um 4.40 Uhr aus dem Bett gequält? Mein Adrenalinspiegel schoss in die Höhe. Das verlangte nach Schmerzensgeld. Gemeinsam mit meiner Kollegin Bettina wollte ich mich zu A.S. Creation nach Gummersbach ins Bergische Land aufmachen, um die nächste SCHÖNER WOHNEN-Tapeten Kollektion zu besprechen. Was nun? Erst einmal per Handy schauen, wo Bettina steckt und dann ab zur Lufthansa-Information und schauen, was die nette Dame am Schalter als Alternative anbietet. Der nächste Flug nach Köln startete erst in gut zwei Stunden. Zu spät. Die Kreativen in Gummersbach hatten bereits am Nachmittag einen anderen Termin, konnten unser Treffen also nicht verschieben. Der nächste Flieger in Richtung Ruhrpott ging nach Düsseldorf und zwar in 15 Minuten. Keine Ahnung, wie weit Gummersbach von Düsseldorf entfernt ist, aber hatten wir eine Wahl?

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Papier oder Netz – Wo wirkt Ambiente besser?

sw-blog-29-04-09Aufregend für uns, hoffentlich interessant für Sie: Erstmals so konsequent veröffentlicht SCHÖNER WOHNEN eine seiner klassischen großen Produktionen parallel und gleichgroß auf Papier und im Internet. Unsere neue Serie “Gastarchitekten” startet auf acht gedruckten Seiten in unserer Mai-Ausgabe – und mit Fotostrecken, Texten und einem Videofilm auch im Internet. Für uns alle eine große Herausforderung beim Produzieren – ganz banal läuft jetzt neben Handwerkern, Architekten, Stylisten und Fotografen auch noch ein Kamera- und Ton-Team durch die Szene, was beim Machen ganz schön durcheinander wirkt, am Ende aber natürlich ein ruhiges, einladendes Ergebnis ergeben soll. Spannend ist aber auch die Frage, wie und wo unser Kernthema “Wohnen” besser wirkt. Vergleichen Sie mal. Mir scheint, das Interview mit unserer ersten Gastarchitektin Terry Dwan im Video zu sehen und zu hören – dagegen kommt das jahrtausendalte Medium Papier nicht an. Die Stilwelt und den Raum aber, die Terry Dwan für SCHÖNER WOHNEN entworfen hat, die genießt man intensiver in Ruhe auf Papier. Was meinen Sie?

www.schoener-wohnen.de/gastarchitekten

Hamburg – Mailand und zurück

"CH04 Houndini" e15Fast alle Kollegen waren in Mailand auf der internationalen Möbelmesse und wuselten mit zig tausend anderen Besuchern bei 20 °C durch die Hallen, um auf 200.000 Quadratmetern aufregend Neues zu entdecken. Hier in der Redaktion in Hamburg war es zwar schön still, aber auch von hier aus gab es Interessantes zu entdecken: zum Beispiel die Zeichnung vom Designer Stefan Diez zu seiner neuen Stuhlfamilie CH04 Houndini, die von e15 in Mailand in der via Tortona vorgestellt wurde. hudini1

Schon der Entwurf lebt von der neuartigen Silhouette, die die zwei Holzstühle aus Eiche furniertem Schichtholz so besonders macht. Sie sehen aus wie Klassiker und sind doch brandneu und überraschend im Look. Die komplizierte Fertigung mit schuppenartig angeordneten Platten sieht man der Sitzschale nicht an. Da hat mal wieder jemand mit einem feinen Gespür einen tollen Wurf gelandet.

Herzlichkeit statt Super-Luxus

IndienIndien in 18 Tagen! Das war das Pensum, das sich meine Schwester für unsere Reise im Februar vorgenommen hatte. Wir sind in Madurei gestartet und vom Süden die Westküste entlang bis nach Delhi gefahren. Alles mit Bus oder Bahn! Begleitet wurden die Fahrten von oft ohrenbetäubend lauter und landestypischer Musik, die in den Bussen als Musikvideo lief. Doch wie laut es ständig um uns herum war, merkten wir eigentlich erst in der ehemaligen portugiesischen Kolonie Cochin (Kerala). Wie eine Oase erschien uns das Sui House, in dem gerade mal zwei Zimmer vermietet werden. Und die sind sehr liebevoll und individuell vom Besitzer und seiner Frau eingerichtet und verfügen sogar über eigene kleine Terrassen. Das Frühstück wird jeden Morgen im Innenhof serviert. Leider haben wir bei unserem Besuch der Halbinsel Fort Cochin nicht im Sui House gewohnt. Ein Besuch des Restaurants Caza Maria, das vom selben Besitzer geführt wird, hat uns auf das Haus aufmerksam gemacht. Lesen Sie mehr

Meeresleuchten

"Aqua Regia Ceiling" Aqua CreationsAls gebürtiger Hamburger übt das kühle Nass eine magische Anziehungskraft auf mich aus. Egal ob Elbe oder Meer: Kaum bin ich am Wasser, geht es mir gut – nirgends kann ich so sehr bei mir selbst sein, wie an einem schönen Gewässer. Und wenn man mir eine richtig große Freude machen möchte, geht man mit mir in ein Aquarium. Stundenlang kann ich dem bunten Unterwassertreiben zugucken, mich in den sanften Wellenbewegungen, in dem Spiel mit Licht und in der ungeheuren Farbvielfalt dieser geheimnisvollen Welt verlieren.

Vor diesem Hintergrund verwundert es bestimmt niemanden, dass mir fast das Herz stehen blieb, als ich das israelische Designstudio Aqua Creations für mich entdeckte. Denn hier treffen zwei meiner großen Leidenschaften aufeinander: Unterwasserwelten und Design.

Gegründet wurde Aqua Creations 1994 von dem Ehepaar Albi Serfaty (Fotograf) und Ayala Serfaty (Designerin) in Tel Aviv, Israel. Bis heute hat es sich das Duo zur Aufgabe gemacht, über eine künstlerische Herangehensweise mit Möbel- und Beleuchtungsstücken zu experimentieren. Dabei haben sie nie ihre Authentizität und Poesie verloren. Ich kann mit Recht behaupten, dass ich mich in jedes einzelne Stück ihrer von Meereslebewesen inspirierten Kollektion verliebt habe. Und das passiert nun wirklich nicht oft. Also unbedingt angucken:

www.aquagallery.com

Wenn Wünsche wahr werden

"Wish-Come-True-Toys" Lazy Olaf KollektionWenn der Himmel über Hamburg mal wieder grau ist und sich mein Gemüt dieser tristen Umgebung anzupassen droht, dann brauche ich unbedingt schnelle Abhilfe. Denn: Ich liebe Farben! Und um diese zuckersüßen, quietschbunten Wish-Come-True-Toys aus der Lazy Oaf-Kollektion komme ich dann einfach nicht herum.

Bunt wie ein Regenbogen und mit einfachen Punkt-Strich-Gesichtern zaubern sie durch ihr niedliches, liebenswürdiges Wesen jedem ein Lächeln

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Hello again …

"DS-51" De SedeFür die Möbelbranche startet das Jahr mit einem Paukenschlag: Im Januar trifft man sich zur Möbelmesse in Köln. Dort lüften die Firmen ihre bis dahin meist gut gehüteten Geheimnisse, und man begibt sich auf die Reise dorthin mit einem Sack voller Fragen: Was ist in diesem Jahr wohl der Hit? Von wem stammt die beste Neuentwicklung, was ist Trend? Wie in jedem Jahr gab es auch diesmal wieder viel zu entdecken. Kein Wunder bei 1.047 Firmen, die sich auf der Messe präsentierten und zusätzlichen fast 200 weiteren Ausstellungen in der Stadt. Die größte Entdeckung

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Mehr Quitten!

 

Foto: Konstantin Eulenburg

Foto: Konstantin Eulenburg

Quitten haben in unseren Obstgärten Seltenheitswert. Zugegeben: In eine rohe Frucht sollte man nicht beißen. Sie ist hart, sauer, bitter, einfach ungenießbar. Die Quitte offenbart ihren kulinarischen Wert erst in verarbeiteter Form. Und wer sich die Mühe macht, Quittengelee oder Quittenbrot selbst herzustellen, wird begeisterte Abnehmer finden.

 

Quitten sollten aber auch aus rein optischen Gründen wieder einen Platz in unseren Gärten finden. Ich bin jedes Jahr begeistert, wenn in meinem Garten die samtigen Blätter erscheinen und sich die etwa fünf Zentimeter großen Blütenkelche öffnen. Auch die überdimensional großen, duftenden, mit einem weichen Flaum versehenen Früchte – je nach Sorte in Apfel- oder Birnenform – sind im Herbst ein schöner Schmuck. Mein Baum ist etwa drei Meter hoch, völlig unkompliziert und liefert Jahr für Jahr eine Menge Früchte. Warten Sie aber nicht zu lange mit der Ernte, sondern pflücken Sie die Quitten, wenn die Schalenfarbe gerade von Grün zu Gelb wechselt. Mein Rat: Gehen Sie noch heute in eine gut sortierte Baumschule und fragen Sie nach einem Quittenbaum! Und falls die Ernte etwas größer ausfallen sollte: Eine Menge Quittenrezepte finden Sie in den Rezeptdatenbanken dieser Websites:

essen-und-trinken.de

chefkoch.de